Inselmitte von Mallorca mit idyllischen Urlaubsorten

Die ruhige und beschauliche Inselmitte von Mallorca besticht durch seine noch teilweise unberührte Landschaft und idyllischen Orten. Hier gelangen Sie zu beliebten Urlaubsorten im Südwesten, Westen, Norden, Osten und Südosten von Mallorca.

Ruhige Orte in der Mitte von Mallorca

Alaró

Ein Kleinod in Zentrum von Mallorca. Die Stadt Alaró ist eine wahre Perle auf der Baleareninsel und hat sich in den letzten Jahren immer mehr vom Geheimtipp hin zu einem Tourismusgebiet entwickelt, auch wenn es hier aktuell noch relativ einsam und ruhig zugeht. Alaró liegt in einem Tal zwischen schroffen Felskolossen und wird vor allem von Wanderern und Radsportlern wegen der zahlreichen wunderschönen Routen geschätzt.

Wanderfreunde aufgepasst, Alaró gehört zu den schönsten Regionen der Inselmitte. Wenn Sie Mallorca von seiner schönsten Seite kennen lernen möchten und gerne wandern, dann ist ein Urlaub in Alaró genau die richtige Entscheidung. Im nördlichen Zentrum der Baleareninsel gelegen erkunden Sie die bergige Landschaft und genießen wunderschöne Ausblicke von den Erhebungen. Die Stadt selbst liegt am Fuße des Gebirgszuges Serra de Tramuntana. Die Kulturlandschaft des Serra de Tramuntana wurde 2011 zum Welterbe der UNESCO erklärt und ist gleichzeitig Heimat von seltenen Tierarten, wie beispielsweise der Mallorca-Geburtshelferkröte. Der Gebirgszug erstreckt sich über die gesamte Westküste, Alaró liegt auf östlichen Seite im Landesinneren. Da die Region keinen großen Massentourismus aufweist, genießen Sie bei einem Ausflug mit dem Rad oder zu Fuß die Stille und Ruhe der Berge. Halten Sie Rast an einem der kleinen Seen und lassen Sie den Blick in die Ferne schweifen.

Das Castell d’Alaro ist heute als Ruine erhalten geblieben und kann auf einer Wanderung entdeckt werden. Majestätisch thront die ehemalige Felsenburg am Berg Puig d’Alaró. Die Burg besaß in der Vergangenheit fünf Türme. Neben Resten des Hauptturmes sind auch Überbleibsel der Festungsmauer und des Eingangstores erhalten geblieben. Die Tropfsteinhöhle Sant Antoni liegt direkt unterhalb der Burg. Oberhalb der Burganlage befindet sich das Oratorium Nostra Senyora des Refugi, welches auf das 17. Jahrhundert datiert wird. Wenn Sie auf dem hier vorbeilaufenden Fernwanderweg die Region erkunden, dann können Sie in dem dort ansässigen Gasthaus eine kleine Rast genießen. In Alaró selbst sind viele kleine und landestypische Restaurants angesiedelt, welche regionale Köstlichkeiten servieren.

Alaró liegt in einem sattgrünen Tal, welches im Frühling zum Leben erwacht und sich in ein farbenfrohes Meer aus Blumen verwandelt. In der Region um die Stadt genießen Sie den Anblick auf Orangenbäume, Feigenbäume und viele weitere landestypische Pflanzen. Direkt neben dem Tal erheben sich die Gipfel der Gebirgskette und bilden durch ihre schroffen Felsen einen wunderbaren Kontrast. Hier wartet unberührte und wilde Natur auf Sie und lädt zu einem Tagesausflug ein. Durch seine ausgezeichnete Lage ist Alaró zudem ein Weinanbaugebiet, sodass Sie hier Weine der Region verkosten können.

Eine romantische und historische Stadt. Am Abend schlendern Sie durch die kleinen Gassen der Stadt. Sie gelangen vorbei an der Kirche Sant Bartomeu, die aus dem 13. Jahrhundert stammt. Das Stadtbild ist von historischen Natursteinhäusern geprägt, die vor allem wegen der inseltypischen Fensterläden auffallen. Viele der Gebäude wurden restauriert und haben ihren Charme behalten. Die Bewohner lieben farbenfrohe Blumen, sodass vor den Türen wunderschöne Blumen zu finden sind und die Natur auch in die Stadt bringen.

Algaida

Wunderschöne Wanderwege und gutes Essen. Algaida liegt in der Mitte von Mallorca und ist rund 25 Kilometer von Palma entfernt. Trotz der Lage im Inselinneren können Sie in rund 25 Minuten den Strand erreichen und ein Bad im Meer genießen. Das Besondere an einem Urlaub in Algaida sind die ruhige Lage und die Nähe zur Bevölkerung. Der Ort zeichnet sich durch das typische mallorquinische Flair aus und am Abend können Sie gemeinsam mit den Einheimischen feiern. Bereits bei der Durchfahrt durch Algaida sehen Sie die kleinen gemütlichen Bars und Restaurants. Genießen Sie dort im Sommer ein kühles Getränk und kosten Sie am Abend das typische Gericht der Region: Die mallorquinische Kohlroulade.

Entdecken Sie Mallorca auf einer Wanderung rund um Algaida. Der bekannteste Berg der Region ist der Puig de Randa. Er ist rund 544 Meter hoch. Auf der unteren Terrasse des Berges steht ein Kloster aus dem 15. Jahrhundert, das Santuari de Nostra Senvora de Gracia. Es ist direkt am Berghang gebaut und fügt sich harmonisch in die Landschaft ein. Die zweite Terrasse wurde als Standort für die Ermita de Sant Honorat, ein weiteres Kloster, gewählt. Das dritte Kloster am Berg ist das Santuari de Nostra Senyora de Cura, welches die Wirkungsstätte des Gelehrten und Religionsphilosophen Ramon Llull gewesen war. Rund um Algaida finden sich wunderschöne Wander- und Radfahrwege, sodass Sie Mallorca von seiner schönen und natürlichen Seite abseits des großen Touristentrubels kennen lernen können. Das Highlight ist eine Fahrt von Manacor nach Palma, wobei die Straße direkt an Algaida vorbeifährt. Lernen Sie die Insel kennen und erleben Sie den Wandel von der Küste bis in das Landesinnere.

Traditionsreiche Handwerke in Algaida. Weinkenner sollten auf keinen Fall einen Besuch des Öko-Weingutes Can Majoral verpassen. Es handelt sich um das erste Weingut, welches auf der Insel zu 100 Prozent naturreine Weine eingeführt hatte. Im Jahre 1979 startete Andreu die Kelterei und wollte zunächst einmal Rotwein für den Eigenbedarf erzeugen. Noch heute können Sie hier vorzügliche Weine verkosten und den Besuch mit einem entspannten Spaziergang durch Algaida verbinden. Eine weitere Tradition in der Region ist die Glasbläserei. Bestaunen Sie kunstvolle Glaswerke und nehmen Sie sich das ein oder andere Stück als Andenken mit in die Heimat. Die Glasbläserei liegt kurz vor Algaida, sodass Sie sie auf einer Wanderung besuchen können. Nach Voranmeldung können Sie die Glasbläser bei ihrer Arbeit beobachten und spannende Fakten über die Tradition des Handwerks erfahren.

Bekannte Sehenswürdigkeiten in Algaida. Auf einer Wanderung durch die Region fallen besonders die typischen Windmühlen auf. Aber auch die Wegekreuze sind immer ein Foto Wert, beispielsweise das Creu des Colomer oder das Creu dén Massot. Eines der beliebtesten Ausflugsziele ist die Wallfahrtskapelle des Mare de Déu. Für viel Aufregung hat in der Vergangenheit der sogenannte Osborne-Stier gesorgt. Er steht außerhalb von Algaida und diente ursprünglich als Reklame für die Brandy-Brennerei Osborne. Da er von einigen Mallorquinern als Symbol der Fremdherrschaft betrachtet wird, wurde er bereits mehrfach beschädigt und steht nun unter besonderem Schutz. Es handelt sich um den einzigen Bullen seiner Art in Mallorca, sodass er mittlerweile ein beliebter Touristenort ist.

Ariany

Zwischen Petra und Santa Margalida liegt ein Kleinod Mallorcas, das vielen Urlaubern wohl entgeht. Was einerseits die beschauliche Idylle bewahrt, andererseits wäre es schade, diesem romantischen Ort seine Aufwartung zu verwehren. In der Tat ist Ariany ein kleines Highlight für historisch interessierte Urlauber und verzaubert durch seine unberührte mediterrane Lebensweise. Das kleine Dorf wurde bereits unter Mallorcas Eroberer, Jaume I., erstmals erwähnt. Philipp I. ernannte die Familie Cotoner im 16. Jahrhundert als Markgrafen als Zeichen des Danks für die Treue der bourbonischen Familie im Spanischen Erbfolgekrieg. Er stiftete dem Volk eine neue Kirche und eine Replik des Madonnenbildnis von Atocha.

Die Kirche Nuestra Señora d’Atocha ist der Weißen Madonna gewidmet. Im letzten Augustsonntag wird zu Ehren dieser Schutzheiligen von Ariany ein großes Fest gefeiert, das für Touristen ein unvergessliches Erlebnis ist. Der Anblick des alten Portals mit eindrucksvollen Wölbsteinen lädt zu einer Zeitreise ein und archäologische Funde rund um Ariany zeigen die prähistorische Talavot-Kultur.

Drei Wegkreuze stehen rund um Ariany. Das Sa Creu, 1856 aus Sandstein gebaut, ist das älteste Wegkreuz. Die beiden anderen Kreuze entstanden erst im späten 20. Jahrhundert. Sieben Windmühlen, die zwischen 1910 und 1920 gebaut wurden, sind bis heute erhalten geblieben und bieten ganz besonders atmosphärische Fotomotive. Die Brunnen Pous Bô i Jurà und Pou Jurà sowie die S’Aljub, eine Zisterne mit einem Fassungsvermögen von bis zu 800.000 Litern, sind weitere Zeitzeugen, die in Ariany einen Teil der mallorquinischen Geschichte lebendig werden lassen.

Ariany liegt auf einer Höhe von 124 Metern und bietet vom Mirador de San Creu im Garten der Kirche einen imposanten Blick über die Hügel des mallorquinischen Hinterlandes. Fern vom Trubel manch anderer Orte ist Ariany eine Wohlfühloase, wo man seinen Gedanken freien Lauf schenken kann. Hier zeigt sich ein anderes Bild von Mallorca, das viele Urlauber wohl mehr verzaubern wird als endlose Partys und Strandaction. Wer Ruhe und Entspannung sucht ist in Ariany genau richtig. Spaziergänge durch das Dorf und die anmutige hügelige Landschaft dahinter bieten einen völlig anderen Eindruck von der sonst so pulsierenden, lebhaften Baleareninsel. Wer Lust hat, die Windmühlen näher kennenzulernen, freut sich auf eine Besichtigung von diesen sehr gut erhaltenen Windmühlen in Ariany. Einfach mal die Augen schließen, träumen – gemütliche Ferienwohnungen freuen sich auf Besucher, die Individualurlaub schätzen und genug von unpersönlichen Hotelburgen oder überfüllten Stränden haben.

Der jeden Donnerstag auf der Placa Major stattfindende Wochenmarkt ist für alle Sinne eine willkommene Einladung, auf der neben handwerklichen auch landwirtschaftliche Produkte, die rund um Ariany geerntet werden, angeboten werden. Dazwischen immer wieder typische Pflanzen wie Palmen, die die Landschaft des mallorquinischen Ortes einrahmen. Wer sich doch mal nach Meer und Strand verzehrt, freut sich, denn der nächste Strand liegt nur knapp sechzehn Kilometer von dem idyllischen Ort entfernt. Das Fest des „Sant Antoni“ zu Ehren des Markgrafen ist ein unvergessliches Schauspiel, denn im ganzen Dorf herrscht ausgelassene Feier- und Feuerstimmung durch die entzündeten Freudenfeuer. Am besten, selbst hinfahren und das Ambiente auf sich wirken lassen. So lassen sich Entspannung und S’Arenal Partystimmung optimal verbinden und zu einer Reise für alle Sinne gestalten.

Biniamar

Biniamar liegt im Landesinneren von Mallorca, nahe der bekannten Stadt Inca. Der Flughafen ist 27 Kilometer entfernt und damit ist Binimar auch nicht weit entfernt von Palma, der Inselhauptstadt von Mallorca und seiner eindrucksvollen Kathedrale. Gerade mal 350 Einwohner wohnen hier und genießen wie die Urlauber eine entspannte Ruhe. Der kleine romantisch angehauchte Ort liegt am Fuß des imposanten Tramuntana Gebirge und besticht mit einer überwältigenden Aussicht. Kleine Gassen laden zu einem Spaziergang ein und zeigen das ursprüngliche Mallorca. Donnerstags kommt aber Leben in das kleine Dorf, denn dann trifft sich alles im Ortszentrum: Markttag ist und da findet man von frischem Obst und Gemüse bis über Lederwaren und Haushaltsartikel alles, was das Herz der Einheimischen oder so manches Urlaubers begehrt. Nicht nur die Bewohner von Biniamar kommen hierher und so verwandelt sich der sonst so beschauliche Ort beinahe in einen turbulenten Hexenkessel. Beschaulichkeit findet man aber an vielen Orten in Binimar wie hier am Marktplatz, wenn nicht gerade Markttag ist. Die Kirche der Heiligen Tecla mit einer steilen Treppe und mit dem für Mallorca typischen Brunnen davor lädt zu einer Verschnaufpause oder Kaffee ein, um die Idylle in sich aufzunehmen und wirken zu lassen.

So eine Auszeit mitten im Urlaub kann gut tun und zeigt außerdem die Ursprünglichkeit der beliebten Urlauberinsel, deren Image oft das Gegenteil von der Ruhe in Biniamar zeigt. Wo sonst hat man das Glück, Mallorca und seinen Bewohnern so ursprünglich zu begegnen? Die reizvolle Landschaft rund um den kleinen Ort ist besonders für Naturliebhaber und Wanderer ideal. Zahlreiche Wanderwege führen durch die Geschichte Mallorca und bieten immer wieder überraschende und überwältigende Panoramen. So manches Eck erzählt noch heute von der Herrschaft der Mauren und der Zeit, als Piraten ihr Unwesen an der mallorquinischen Küste trieben. Bergsteiger finden hier für verschiedenste Levels hervorragende Trainingsbedingungen in einer grandiosen Landschaft. So nah mit der Natur verbunden ist das Klettern nahe Biniamar ein unvergessliches Erlebnis.

Auch die Umgebung von Biniamar ist für Radfahrer längst ein Geheimtipp. Radfahren und Wandern zählen weiterhin zu den Trendsportarten der beliebten Ferieninsel im Mittelmeer, was angesichts der herrlichen Landschaft und dem milden Klima nicht verwundert. Das Fest des Jahres findet in Biniamar am 23. September statt: Man gedenkt der Heiligen Tecla, feiert und tanzt. Pittoreske Steinhäuser versetzen den Besucher in vergangene Zeiten und bieten eine wohltuende Auszeit mitten im Urlaub. Mallorquinisches Lebensgefühl wird hier lebendig und das liegt nicht nur an der Gastfreundschaft der Bewohner von Biniamar.

Weitere Sehenswürdigkeiten, die man bei einem Besuch dieses kleinen reizvollen Ortes gesehen haben sollte, sind die Pfarrkirche Immaculada Concepció und das Völkerkundliche Freilichtmuseum, das anschauliche Einblicke in den früheren Alltag der Inselbewohner und mallorquinischen Geschichte bietet. Ideal für einen Schnappschuss ist die alte Ölmühle Cas Menescal. Einfach nach Binimar fahren und die Atmosphäre auf sich wirken lassen – so einfach ist eine Wellnesskur auf Mallorca, während man den Rest der Zeit den Freuden des kristallklaren Wassers, den Annehmlichkeiten auf der Promenade und dem quirligen Abendleben frönt. Eine schöne Erinnerung, die gewiss auch nach dem Urlaub bleibt und so manch nette Anekdote im Freundeskreis hinterlässt.

Binissalem

Die kleine Stadt im Herzen der spanischen Baleareninsel Mallorca ist für Weinliebhaber längst ein Geheimtipp. Der Boden und das Klima versprechen hochwertige Weine, die Binissalem zu einem Hotspot für Weinkenner macht. Die Kunst des Kelterns verstanden die Bewohner von Binissalem bereits im 14. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert versiegte die Nachfrage wegen der Einschleppung der Reblaus, die auch in Binissalem Weinberge zerstörte. Heute fließt der Wein wieder und verlockt so manchen Mallorca-Urlauber, sich eine Flasche dieser hochwertigen Weine mit nach Hause zu nehmen. Bekannte Weine sind der Manto Negro, ein duftiger Rotwein und der Tempranillo mit seinem unverwechselbaren Geschmack nach Erdbeere, Tabak, Vanille und Eiche.

Dabei ist Binissalem nicht nur des Weines wegen eines Besuchs wert. Nahe der Stadt gibt es einen Steinbruch, aus dem der unverwechselbare Binissalem-Stein mit seinen vielen Farben gewonnen wird. Die meisten Gebäude in Binissalem sind aus diesem wunderschönen Stein erbaut und sind nicht nur unvergessliche Fotomotive, sondern zeugen von dem Steinmetzgeschick und traditioneller Bauweise, die bis heute zu bewundern ist. Viele Weinkeller aus diesem einzigartigen Stein können besichtigt werden. Und so mancher Urlauber kostet bei der Gelegenheit gerne vom Wein, der bei einem Ausflug in das reizvolle Städtchen natürlich nicht fehlen darf. Die Kirche Nostra Senyora de Rubines mit ihrem Glockenturm prägt das Stadtbild von Binissalem und zugleich das Wahrzeichen. Rubines ist übrigens vom 13. bis zum 16. Jahrhundert der ursprüngliche Name von Binissalem.

Weitere Gebäude aus Binissalem-Stein sind das Tor Cas Capitá Bissó sowie das ehemalige Herrenhaus Can Gelabert und Pou Bó – Ruinen einer früheren Ansiedlung, die vermutlich auf das Jahr 1340 zurückgehen. Highlights sind die Mühle Molí de s’Olla und Can Tiró de ses Bolles. Dieses Haus gilt heute als seltenes Beispiel außerhalb der Inselhauptstadt Palma, das eine manieristische Fassade zeigt. Der arabische Ortsname bedeutet übersetzt Söhne des Friedens. Dieser Frieden zeigt sich auch beim wöchentlichen Markt, der freitags stattfindet und ein idealer Treffpunkt für den neuesten Klatsch ist. Sonntags ist Kunst angesagt, denn dann lockt der Kunstmarkt mit so manchem Schnäppchen und garantiert bester Unterhaltung dank der kulturellen und kulinarischen Freuden von Binissalem.

Das größte Fest in Binissalem ist Fideus des Vermar. Das beliebte Weinfest findet stets am letzten Sonntag des Septembers statt. Die Straßen werden prachtvoll geschmückt und die Gäste, die aus ganz Mallorca anreisen, erleben zahlreiche Attraktionen wie Umzüge, Tanz und natürlich Weinverkostungen sowie Musik. Nicht nur zur Unterhaltung findet dabei auch der Weintreten-Wettbewerb statt, wo mallorquinische Weinbauer-Familien gegeneinander antreten. In den Zeiten, in denen Binissalem nicht vom Weinbau dominiert wurde, brachten eine Zuckerraffinerie und Braunkohle wirtschaftlichen Aufschwung. 1900 hatte Binissalem die erste Schuhfabrik nach modernem Vorbild, 1914 als erster Ort auf Mallorca einen Fußballplatz. Geheimtipp für Buchliebhaber: Das Llorenc-Villalonga-Museum im ehemaligen Wohnhaus des bekannten gleichnamigen spanischen Schriftstellers widmet sich mallorquinischer Literatur. Das Arbeitszimmer und die Bibliothek sind Original.

Wer sich von Wein, Kunst und Kultur erholen möchte genießt einen entspannten Spaziergang durch Binissalem mit seinen verwunschenen Gärten, die hinter Steinmauern des wunderschönen Binissalem-Steins liegen. Fern des Trubels am Strand lädt Binissalem trotz der zahlreichen Besucher und Weinkenner ein, sich zu besinnen und den Augenblick zu genießen. Fast könnte man dabei vergessen, dass man auf Mallorca ist und spürt dennoch in so mancher ruhiger Ecke das unverfälschte mallorquinische Lebensgefühl. Die alte Schuhfabrik Ferrer mit seinen historischen Fassaden lockt ebenso wie das Rathaus von Binissalem.

Buger

Wer nach dem Weg nach Búger fragt erntet mitunter fragende Blicke, denn der Ort ist nur 8,27 Quadratkilometer groß und damit die kleinste Gemeinde der größten Baleareninsel Spaniens. Mitten im Herzen von Mallorca, auf einem Hügel, voller Anmut, genießt der kleine Ort jene Stille, nach der sich viele Urlauber sehnen. Das Wappen des Ortes zeigt eine Kerze, denn bugia heißt auf Katalanisch übersetzt Kerze. Ein Springbrunnen vor dem Rathaus prägt das Ortsbild des vermeintlich verschlafenen Nestes, das so ursprünglich scheint, dass es sich auf jeden Fall lohnt, hinzufahren.

Die Umgebung von Búger ist malerisch. Flüsse durchziehen die Ebene, während der kleine Ort anmutig auf der Hügelkette thront und diesen unverfälschten, einmaligen Blick auf das mallorquinische Land schenkt. Der Name geht zurück auf die maurische Vorgeschichte. 1232 findet sich eine Erwähnung über Búger in einem Buch über Mallorcas Aufteilung. Darin findet sich nur ein Bauernhof, der in der Gemeinde Búger bekannt war. Dabei ist Búger geschichtlich betrachtet ganz groß: In der Höhle von Can Mossenya, am südlichen Hang des Puig de Sa Mata Grossa, wurden erste Spuren von Menschen entdeckt. Eine Talayotsiedlung von Rafal de Puig wurde rund um Búger entdeckt und selbst die Römer und Araber fanden Gefallen an dieser Gegend.

Das 14. Jahrhundert wurde wirtschaftlich von Viehzucht und Landwirtschaft geprägt. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde eine Kirche, die Eglésia de Sant Pere sowie zwei Kapellen gebaut. Die Kirchenorgel für Sant Pere beitzt ein Doppelmanual sowie eine Hauptorgel mit elf Einzeleinsätzen und Schemel. Erbaut wurde die Orgel von dem mallorquinischen Orgelbauer Pere Josep Bosch 1763. Mit sieben Klappen ist das Pedal mit dem sogenannten Manual verbunden. Viele Einwohner von Búger fielen der Pest zum Opfer. Nach dem Spanischen Erbfolgekrieg blühte Ende des 18. Jahrhunderts der Handel. Der neu gewonnen Reichtum zeigte sich in eindrucksvollen Besitztümern in Búger. Neben Kunstschätzen ist das Land wohl der schönste Schatz von Búger. Steineichen, große Waldflächen und eine Wassermühle prägten das Landschaftsbild. Heute sieht man bereits aus der Ferne acht Windmühlen, die der Wind aus der Bucht von Alcúdia antreibt. Die Molí de Can Barraca prägen das Ortsbild der kleinsten mallorquinischen Gemeinde. Die Kirche Sant Pere steht heute noch, während der waldreiche Bestand der Rodung zum Opfer fiel. Die Molí de Can Garindo ist die einzige Windmühle mit Flügeln, die restauriert wird.

Sehenswert sind auch die Creus de Terme, Wegekreuze, die eine wichtige Rolle bei den früheren Osterprozessionen spielten. Musikfreunde kennen vielleicht die Stiftung für akustisches Schaffen Funcacion Àrea Creació Acústica, ACA, denn die ACA ist nicht nur in Mallorca bekannt und dient als Wirkstätte von Antonio Caimari, einem Musiker. Ein altes Bauernhaus beherbergt Tonstudio, Büro und Konzertsaal der Stiftung. Seit 1985 untersteht die ACA der Schutzherrschaft vom Kultusministerium der Balearenregierung. Der typische Wochenmarkt findet in Búger am Samstag in der Carrer Major statt. Der alljährliche Jahrmarkt, die Feria del Jai, am ersten Wochenende im Mai ist ein Höhepunkt in dem kleinen Dorf, bei der die Hauptstraße zum Marktplatz wird: Bühnen, eine Tierschau, lokale Musikgruppen und Tanz beherrscht an diesem Wochenende der Bürger von Búger. Sonntags wird auf dem Hauptplatz das traditionelle Gemeindeessen gefeiert.

Bunyola

Alte Herrenhäuser, reizvolle Landschaft. An den Berghang geschmiegt erwartet die bezaubernde Kleinstadt Bunyola seine Gäste. Der lateinische Name bedeutet übersetzt kleines Weingut, was angesichts der idyllischen Landschaft und dem vorherrschenden Anbau von Wein noch heute gut passt: Steineichenwälder, langgezogene Felder mit Ölbaumhainen und dazwischen immer wieder ein paar Kiefern prägen den ersten Eindruck von Bunyola. Natürlich dürfen bei diesem Ensemble nicht die unzähligen Zitronen- oder Orangenbäume fehlen.

Der Bahnhof von Bunyola befindet sich am Ortsende. Ein idealer Ausgangspunkt für eine Zugfahrt nach Sóller, die an Zitronenhainen und Mandelbaumgärten vorbeiführt und atemberaubende Blicke auf das Tramuntanagebirge bietet. Aufgrund der doch engen Platzverhältnisse im Ortszentrum von Bunyola ist für diejenigen, die diese pittoreske Stadt einmal besuchen möchten, die Anreise mit der Bahn ohnehin empfehlenswerter. Die Fahrt allein ist schon ein herrliches Abenteuer, denn wie sonst könnte man die Schönheit dieser Insel genießen, die man normalerweise aus der Strandperspektive genießt.

Alte Herrenhäuser und prachtvolle Gärten warten auf die Besucher. Wer Lust hat, Mallorcas prachtvolle Vergangenheit aus der Nähe kennenzulernen findet hier viele Möglichkeiten bekannte Herrenhäuser zu besichtigen und von dem einstigen Prunk zumindest optisch einen Eindruck zu bekommen. Sa Font Seca, Biniforani oder S`Alqueria sind sehr einladend. Glaubt man den Legenden gehörte das Herrenhaus Caca del Rei Sanc einst König Jaume I. Es befindet sich im Puig des Teix. Die Villa Francisca mit ihrem goldenen Turmdach ist ein sehenswertes Landhaus, das allerdings lediglich einen Blick vom Parkplatz aus erlaubt. Ein tolles Fotomotiv und daher lohnenswert, wenn sich die Sonne auf dem Dach spiegelt und alles glänzt.

Gartenfreunde bevorzugen die Herrenhäuser Raixa und Alfábia, die neben den imposanten Gemäuern noch mit einer prachtvollen Gartenanlage entzücken. Jardins d`Alfábia liegt 3,5 Kilometer außerhalb von Bunyola und verzückt nicht nur Blumenliebhaber. Der mit maurischer Gartenbaukunst angelegte Garten ist ein Paradies mit Kanälen und blühender Pracht. Das Herrenhaus aus dem 14., 15. Jahrhundert ist mit antiken Möbeln und Antiquitäten eingerichtet. Die Decke im Torbau ist im Mudéjar-Stil gebaut.

Die Bewohner von Bunyola feiern gerne. Im September lockt rund um den 21.September das Sant Mateu nicht nur Mallorquiner, sondern auch neugierige Touristen an. Tanz, Theater und Musik erwartet die Gäste bei dem mehrtägigen Fest. Das erste Augustwochenende gilt es Mare de Déu de les neus zu feiern, einem einstigen Ortsheiligen von Bunyola. Der typische Wochenmarkt, ohne den Mallorca nicht Mallorca wäre, findet auf dem Hauptplatz von Bunyola statt. Jeden Samstag werden hier Güter des täglichen Bedarfs, aber auch jedwedes nützliches und manchmal scheinbar unnützes Zeug verkauft. Für die Touristen ist es aber ein Schmaus für Augen und Ohren, denn die ganze Stadt scheint auf den Beinen zu sein.

Palo, Mandeln und Tunnel. In Bunyola gibt es eine Destille, in der der für Mallorca berühmte Palo gebrannt wird. Die hügeligen Wege des Hügeldorfes stellen nicht nur für die Autofahrer eine Herausforderung dar. Die Sóller-Bahn ist untertunnelt und erlaubt sensationelle Panoramen auf das Tramuntanagebirge. Touristen werden diesen reizvollen Ort in Windeseile, nicht nur wegen des Palos, in ihr Herz schließen und einen genussvollen Tag inmitten mallorquinischer Traditionen erleben.

Campanet

Eine Schatzkiste an mallorquinischen Momenten. Im Norden versteckt liegt Campanet und erobert in Windeseile das Herzen der Besucher, die ihren Urlaub auf Mallorca verbringen. Der Ort war bereits in der prähistorischen Zeit bewohnt. Viele Schäfer hatten ihre Hütten in der Umgebung von Campanet. Hier finden Urlauber ein Potpourri an mallorquinischer Geschichte und Tradition und einen Einblick in das Leben heute. Die Bewohner schätzen die Geselligkeit am Dorfplatz und vor dem Haus, was das Dorf noch liebenswerter macht. Idyllisch am Tramuntanagebirge gelegen, befindet sich in der Nähe eine Quelle, deren Wasser im Eichenwald eines Landgutes names Es Gabelli Petit entspringt. Wenn es stark regnet bietet die Quelle ein sehenswertes Schauspiel mit dem herausschießenden Wasser. Campanets Häuser geben eindrucksvolle Beispiele für den mallorquinischen Barock.

Mallorquinisches Erbe und volkstümliche Architektur. Die Schönheit von Campanet zeigt sich am besten bei einem Spaziergang durch das Dorf. Bemerkenswerte Herrschaftshäuser mit Renaissancefenstern zeugen von der einstigen Pracht und dem Reichtum mancher Mallorquiner. In Campanet stößt man auf zwei Schriftsteller bzw. deren Geburts- oder Wohnhaus: Zum einen des Humanisten Llorenc Riber i Campins und zum anderen von Miquel dels Sants Oliver. Die Straßen sind nach den beiden Ehrenbürgern Campanet benannt. Das ehemalige Rathaus, La Sala Vella, stammt aus dem 16. Jahrhundert und beeindruckt durch sein Rundportal und eine Ziegelsteintreppe. 1229 im frühgotischen Stil erbaut besticht die Capella Sant Miquel mit einem Altarwerk des Heiligen Michael aus dem 16. Jahrhundert sowie einem durch Trennbögen unterteilten Kirchenschiff. Die Kapelle zählt zu den ältesten Kapellen Mallorcas.

Beachtung schenken sollte man bei seinem Besuch noch der Sonnenuhr der Kirche als auch dem Straßenverlauf des Ortes, dessen Ortsbild von Windmühlen und der Wassermühle sa Cova geprägt ist. Beim Landgut Gabelli kann man ein mallorquinisches Schöpfrad bewundern. An der Ortseinfahrt gibt es ein weiteres Relikt aus dem 13. Jahrhundert: Der Pou d´en Gatell Richtung Selvia diente bis 1960 und länger als öffentlicher Brunnen. Die Creus del Terme sind wunderschöne Wegkreuze. Abeurador del Camí blanc ist eine Tränke am Camí blanc. Moderne Kunst mit zeitgenössischer Malerei und Skultpuren von mallorquinischen Künstlern bietet das Museu Posada de Biniatró, das in einem Patrizierhaus beherbergt ist.

Agrotourismus und Natur. Die anmutige Landschaft rund um den kleinen verträumten Ort legt nahe, dass man den Touristen etwas Nachhaltigkeit im Urlaub anbietet. Das Landgut Monnáber Nou wurde speziell für diesen besonderen Zweig des Tourismus umgestaltet und lockt mit interessanten Angeboten. Noch abenteuerlicher wird es bei einem Besuch der Coves de Campanet, die mit unterirdischen Seen wie Sala Romántica oder Castell de las Fades locken. 1945 wurden die ungefähr 50 Meter tiefen einzigartigen Höhlen entdeckt. Die Naturhöhlen sind von künstlicher Aufwertung verschont geblieben, sodass die Atmosphäre sehr inspirierend ist. Mehrsprachige Führungen, bei denen es bis zu 400 Meter tief ins Höhlensystem geht, zeigen ohne Effekte die Schönheit dieser unterirdischen Seen und Gesteinsformationen.

Herrliche Panoramablicke. Durch die hervorragende Lage am Hügel erlebt man von Campanet aus ein herrliches Panorama. Das Tramuntanagebirge, aber auch die Bucht von Pollenca und die Ebene von Sa Pobla bieten reizvolle Ausblicke und tolle Motive fürs Fotoalbum. Etwas weniger beschaulich, dafür sehr lebendig zeigt sich Campanet jeden Dienstag, wenn Markttag ist und dann beinahe alles zu kaufen ist, was man so braucht oder manchmal auch weniger.

Campos

Tradition, Kultur und mediterrane Idylle. Campos liegt im Inselinneren am Rande der Ebene Es Pla. Der entzückende Ort ist etwa neun Kilometer von der Küste der Baleareninsel entfernt und befindet sich direkt an der Verbindungsstraße von Palma zu den berühmten östlichen Feriengebieten Cala d’Or und Cala Figuera. Die Entfernung zwischen Campos und der Inselhauptstadt Palma beträgt etwa 35 Kilometer. Das traditionsreiche Städtchen ist über zahlreiche Straßen an die weiteren Ortschaften der Gemeinde angebunden. Der Haupterwerbszweig für die Einheimischen ist die Landwirtschaft, die auch für den damaligen Wohlstand der Gegend verantwortlich war. Dank des Reichtums aus vergangenen Zeiten ist auch der imponierende mittelalterliche Stadtkern entstanden. Hier entdecken die Besucher wunderschöne Häuser aus heimischem, rötlichem Sandstein. Bleibende Eindrücke hinterlassen auch die zahlreichen Befestigungstürme, die in viele Wohnhäuser und Paläste integriert sind. Die Hauptstraße von Campos verführt mit gemütlichen Geschäften, kleinen Restaurants und idyllischen Cafés, die durch einen unverkennbaren mallorquinischen Charme geprägt sind.

Jeden Donnerstag findet in der Ortschaft ein Wochenmarkt statt. Südlich von Campos können Reisende die traumhaften Dünenstrände Platja de Sa Rápita, Platja d’Es Trenc und Platja de Ses Covetes erkunden. Sie gelten als die schönsten Naturstrände Mallorcas und konnten bis jetzt erfolgreich vor Bebauung geschützt werden.

Der geschichtsträchtige Ortskern von Campus. Ein Spaziergang durch den hübschen und herrlich ruhigen Ort Campos führt an beeindruckenden alten Bauten und historischen Gebäuden vorbei. Die Kirche der Stadt und die meisten Häuser bestehen aus dem mallorquinischen Sandstein Mares, der aus dem naheliegenden Steinbruch San Gorau stammt. Errichtet wurde die Kirche St. Julian im 16. Jahrhundert und beherbergt ein Originalgemälde von Murillo mit dem Namen el Santo Christo da la Paciencia. Außerdem verfügt die Kirche über einen gotischen Altar. Deutliche Spuren der römischen Kultur zeigen sich in Campos durch imponierende Bauten wie das Herrenhaus Es Pulmar, oder das Kurhaus San Joan de la Font Santa mit seinen Thermalbädern. In der Nähe von Campos können Reisende Ses Salines besichtigen und seine markante weiße Landschaft bewundern.

Neben historischen Bauten hat die Hauptstraße von Campos auch hübsche kleine Geschäfte, Feinkostläden und gastronomische Betriebe zu bieten. Im Gegensatz zu vielen Ortschaften im Inselinneren erleben die Gäste von Campos eine sehr offene und freundliche Atmosphäre. Sehr bekannt ist Campos für seine Kapern sowie für die populäre Bäckerei, die Pasteleria Pomar, wo köstliche Kuchen und feinste Empanadas zubereitet werden. An den Tagen der Wochenmärkte erwacht Campus zu neuem Leben. Donnerstags und samstags herrscht in der Kleindstadt ein reges Treiben. Viele landwirtschaftliche Betriebe aus der Region bieten frische Produkten wie Obst und Gemüse an. Zum Verkauf stehen auch alle möglichen Kleinigkeiten wie Souvenirs und handwerkliche Erzeugnisse aus der Gegend.

Das schöne Leben abseits des Massentourismus. Ein quirliges Nachleben sucht man in Campos vergeblich. Die idyllische Ortschaft im Inselinneren bietet dagegen die idealen Bedingungen für entspannte Ferien mit traditionell mallorquinischem Flair. Die flache Gegend rund um die Ortschaft eignet sich hervorragend für ausgedehnte Wanderung und Spaziergänge. Südlich und östlich von Campos entdecken die Reisenden viele Windräder, die als Wasserpumpen dienen und die landwirtschaftliche Bedeutung der Region unterstreichen. Ein Ausflug zur Südküste der Insel lohnt sich ebenfalls. In wenigen Minuten können Feriengäste das flache Gelände rund um Campus gegen beeindruckende Dünenstrände eintauschen. Das glasklare Wasser und der feine Sandstrand laden zum Entspannen und Genießen ein. So verführt Campos mit einer ruhigen und dennoch sehr günstigen Lage. Für idyllische Ferien oder als Ausgangspunkt für spannende Ausflüge auf der Insel – eine Reise ist der Ort der Felder und Windräder auf jeden Fall wert.

Costitx

Pittoresk, kulturell sehr interessant und typisch mallorquinisch. Costitx ist relativ klein, aber es lohnt einen Besuch. Alte Sandsteinhäuser, Sitzbänke aus Marmor und ein typischer mallorquinischer Hauptlatz mit Brunnen zeigen das ursprüngliche Costitx, fern des Massentourismus. Die politisch engagierte Maria Antónia Munar, die Königin von Mallorca, war hier Bürgermeisterin. Die Bewohner des kleinen Dorfes, die Costitxer und Costitxera, sind stolz auf diesen Ort, der 1996 für Furore unter den Sternforschern sorgte. Die Entdeckung zweier kleiner Planeten namens Costitx und Ramon Llull füllten damals die Schlagzeilen weit über die Grenzen Mallorcas hinaus.

Costitx ist 15,35 Quadratkilometer groß und liegt an der Hauptstraße nach Inca. Die Umgebung von Costitx ist von flachen Hügeln, üppigen Feldern, Zypressen und Orangengärten. Eindrucksvolle Herrenhäuser im alten Baustil Mallorcas wie das Landgut Son Corró sind von Steineichenwäldern umrahmt. Das Ortsbild prägt eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert und Windmühlen wie die Can Vallés und d‘ en Joi. Costitx ist bekannt für seine Wegkreuze, die an den Ortszufahrten zu finden sind. Das schönste Wegekreuz ist wohl Sa Creu auf der Straße nach Inca.

Ein Besuch der Kapelle Mare de Déu de Costitx ist lohnenswert und bietet eine stille Einkehr, purer Genuss. Sodbrunnen und ein Doppelbrunnen versorgten früher das Dorf mit Wasser. Am Ortseingang steht der Celat-Brunnen, an der Straße nach Cas Canar ein weiterer Brunnen, der den Charme vergangener Zeiten weckt. An der Carrer major St. stehen Wasserspeicher aus dem Jahr 1886. Etwas bergab führt ein Weg zu den Überresten von Sa Sínia, einem Brunnen aus arabischer Zeit.

Costitx, ein Ort sensationeller Funde. Santuari Son Corró aus der Talayot-Kultur wurde 1995 renoviert und ermöglichte bereits Ende des 19. Jahrhunderts einen sensationellen Fund. Drei Stierköpfe, caps de bou, aus Bronze, sind Zeugnis der mallorquinischen Megalithkultur um den Stierkult der Spanier. Heute findet man in Costitx nur die Repliken dieser außergewöhnlichen Funde, die Originale sind im Nationalmuseum in Madrid ausgestellt, während das Dorf um der Rückgabe des örtlichen Fundes kämpft. Neben den drei Stierköpfen wurden 1895 noch weitere prähistorische Funde in Costitx verzeichnet. Punische Halsketten, Keramik und bronzenen Adler zählten zu den weiteren Schätzen auf dem Gelände des Landguts Son Corró, das anschließend abgesperrt wurde. Die Stierköpfe aus dem 6. bis 5. vorchristlichen Jahrhundert wurden in einem Stück gegossen. Ihre Detailtreue ist außergewöhnlich. Beachtlich ist vor allem die Tatsache, dass die einstigen mallorquinischen Bewohner mit anderen Kulturen im Austausch waren und der Stierkult damals bereits bekannt war im Mittelmeerraum. In ihrer Funktion als Bürgermeisterin versuchte Maria Antónia Munar diese außergewöhnlichen Funde der Frühgeschichte zurück nach Costitx zu bringen. Bislang schlug dieser Wunsch der Dorfbewohner fehl. Das Santuari de Son Corró wurde 1995 restauriert und mit den Repliken geschmückt. Das Naturkundemuseum mit seiner Schmetterlingssammlung sowie sechs Megalithen an der Straße nach Sencelles sind ebenfalls sehenswert.

Feste feiern, wie sie fallen. Das Fest der Mare de Déu de Costitx Anfang September und das Fest des Sant Sebastiá im Januar zählen zu den wichtigsten Feierlichkeiten des Ortes, an dem Gäste aus ganz Mallorca Insel anreisen. Der typische mallorquinische Wochenmarkt findet immer Samstag auf dem Mare del Jardi und dem Mare de Déu statt: Hier finden Einwohner und Besucher alles für den Alltag – Obst und Gemüse, Fleisch, Textilien und Korbwaren, Souvenirs und mehr wird auf den Ständen feilgeboten.

Concell

Antike Vergangenheit und moderne Ansichten. Concell ist knapp 14 Quadratkilometer groß und macht durch traditionelles Handwerk und exzellenten Weinen von sich reden. Die Ruhe, aber auch das Erleben ursprünglicher mallorquinischer Lebensweise macht den Ort zu einem beliebten Ausflugsziel für viele Urlauber, die sich nach etwas Ruhe sehnen.

Kurioses am Rande. Die Bewohner sind Conseller, was bei deutschen Ämtern öfter zu Verwirrungen und Verwechslungen führt. Wie passend, dass der Ortsname auf die lateinische Übersetzung von Versammlung oder Rat herrührt. Schon im antiken Pollentia, dem heutigen Alcúdia, versammelten sich nämlich die römischen Militärs. Zwei wichtige Straßen trafen sich genau in Concell, denn der Ort galt zur Zeit der römischen Besetzung als wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Die bedeutendste Carretera war zweifelsohne die Straße, die von Palma, der heutigen Inselhauptstadt, nach Pollensa führt. Ein Wegekreuz demonstriert noch heute die Bedeutung des Ortes für den damaligen Verkehr. In einem von Römern angelegtem Ortsverzeichnis Mallorcas fand Consell 1232 n. Chr. bereits Erwähnung.

1875 feierten dank der industriellen Revolution die Bewohner von Consell die Eröffnung der Eisenbahnstrecke Alaro – Consell. Auch während der arabischen Besatzung war Consell ein wichtiger Faktor und es entstand ein Weg in den Westen Mallorcas: Camí des Raiguer. Zu den heutigen Sehenswürdigkeiten des Ortes zählt die Ortskirche Nostra Senyora de la Visitació mit Bildtafeln aus dem 16. und 17. Jahrhundert und Christusfiguren im gotischen Stil. Die Kirche beeindruckt durch ihren ungewöhnlichen Bau, einem rechteckigen Grundriss sowie einem Deckengewölbe, das in den Hochaltar integriert ist.

Holz und Taschenmesser. Tradition und Handwerk prägen noch heute das Leben in Concell. Bereits 1890 war Concell die Wiege handwerklich sehr geschickter mallorquinischer Hersteller von Taschenmessern wie dem Trinxets mit seiner typischen halbmondartigen gebogenen Klinge. Heute gibt es nur noch wenige, die diese Arbeit beherrschen. Die sehr nützlichen Messer dienen noch heute mallorquinischen Bauern, Jägern und Winzern bei ihrer täglichen Arbeit. Einige Conceller betreiben noch Viehzucht, sodass auf vielen Feldern Schafe und Ziegen zu finden sind. Gemüsegärten, nützlich und ansehnlich zugleich, färben mit das bunte Potpourri dieser liebreizenden Gemeinde. Die Conseller waren und sind gute Schreiner. Ein Großteil der mallorquinischen Häuser hat tragende Holzbalken, die aus den Schreinereien in Consell stammen.

Traditionsreiche Weingüter und die Landwirtschaft mit kostbarem Olivenöl prägen das Ortsbild von Concell, das der größten Mandel-Kooperative von Mallorca hier einen Sitz verleiht. Die Kooperative Camp Mallorqui hat die einzige Anlage, die maschinell die hochwertigen mallorquinischen Mandeln knacken, schälen und zudem auch verpacken kann. Übrigens werden die Schalen der Mandeln als Rohmittel für die Bioenergie und zum Heizen verwendet. Eine nachahmenswerte Idee, die ganz im Sinne von Nachhaltigkeit ist. Bereits die Römer sollen guten Weinbau betrieben haben, schenkt man den Historikern Glauben. Schriftsätze dokumentieren die Existenz mehrerer Rebstöcke, deren Hauptanbaugebiet demnach Concell gewesen war. Die Reblaus sorgte im 19. Jahrhundert allerdings für die Vernichtung der Weinreben.

Feste und Markttage. Touristen und Mallorquiner lieben diese traditionellen Feste, die jeder Ort feiert auf Mallorca. Das Patronatsfest findet in Consell jedes Jahr am 24. August statt. Kunsthandwerk, Obst und Gemüse bietet der allwöchentliche Markt immer donnerstags vor der Kirche Nostra Senyora de la Visitació an. Der bekannte, sehr beliebte Flohmarkt findet jeden Sonntagvormittag im Industriegebiet statt.

Felanitx

Die Heimat von gutem Wein. Etwa 15.000 Menschen wohnen im charmanten Städtchen Felanitx. Gelegen ist die Ortschaft am südöstlichen Rande der Llanura del Centro, rund 14 Kilometer südlich von Manacor. Die Entfernung zwischen Felanitx und der Hauptstadt Palma beträgt ca. 37 Kilometer. Die Ortschaft selbst ist von Tradition, Geschichte und Landwirtschaft geprägt. Die typisch mallorquinische Atmosphäre entdecken die Besucher durch die imponierenden Bauwerke aus vergangenen Epochen, die an vielen Stellen in Felanitx, sowie in der Umgebung der Stadt zu sehen sind. Auch die Landwirtschaft hat in Felanitx eine alte Tradition. Die Weingärten, die beeindruckenden Plantagen mit Mandel- und Aprikosenbäumen, die großen Felder und die Windmühlen in der Gegend zeugen von der regen landwirtschaftlichen Entwicklung der Region.

Neben Tourismus gilt der Weinanbau als eine der Haupteinnahmequellen für die Bewohner der Stadt. Vor allem der Weißwein aus der Region von Felanitx erfreut sich großer Beliebtheit unter den Einheimischen sowie unter den Besuchern der Stadt. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten die roten und weißen Tropfen der Marke Castell de Santueri. Sehr selten können diese Weine in anderen Teilen Mallorcas gefunden werden, da der Verkauf der Erzeugnisse vorwiegend regional, in der näheren Umgebung von Felanitx stattfindet. Auf jeden Fall lohnt sich eine Weinprobe während des Rundgangs durch die schmalen Gassen der schönen Altstadt. Felanitx ist weiterhin für die Keramik berühmt. In den Ceramikas werden geschmackvolle Kreationen verkauft. Die detailverliebt gestalteten Schmuckstücke aus Keramik werden sehr gern als dekorative Objekte sowie als authentische Mitbringsel gekauft. Besonders charmant sind die aus Kacheln bestehenden Wandbilder und Hausnummern.

Ein Ort mit alter Geschichte. Noch zur Zeit der Araber wurde diese Region besiedelt. Der Ort selbst wurde im 11. Jahrhundert von den Mauren gegründet. Seinen Namen erhielt Felanitx von den Römern: Übersetzt bedeutet Fenalicius „Der Ort, wo man Heu macht“. Typisch für diese Region sind auch die zahlreichen alten Windmühlen, die zur unverwechselbaren Erscheinung von Felanitx beitragen. Sie stammen vorwiegend aus dem 18. Jahrhundert, als sich die Landwirtschaft und der Weinanbau in der Gegend entfalteten. Heutzutage sind der Kapern- und der Aprikosenanbau sowie die Weinherstellung neben dem Tourismus die Haupteinnahmequellen für die Bewohner der Stadt. Die alten Traditionen sind immer noch von großer Bedeutung für die Bevölkerung. Davon zeugen die zahlreichen folkloristischen Gruppen des Ortes, die an Festen und zu feierlichen Anlässen die Einheimischen und die Gäste der Stadt mit ihren Darbietungen unterhalten. Zu diesen Festen gehört „Sant Joan Pelós“, das am 24. Juni gefeiert wird.

Sehenswertes in Felanitx und Umgebung. In Felanitx befindet sich einer der eindrucksvollsten sakralen Bauten der Baleareninsel – die Pfarrkirche Sant Miguel. Errichtet wurde sie im Jahr 1248 und gehört zu den ältesten Kirchen Mallorcas. Im Jahr 1762 wurde das heutige Gebäude der Kirche auf den Grundmauern des alten Gotteshauses erbaut. Das Kirchentor erreichen die Besucher über eine schön gestaltete Freitreppe. Das imposante Hauptportal stammt von Joan Sagrera. Der Erzengel Michael ist der Schutzheilige der Kirche. An der Kirchenfront ist eine Gedenktafel angebracht. Sie erinnert an ein großes Unglück, das sich im Jahr 1844 an einem Ostersonntag ereignete. An diesem Tag stürzte eine Hauptmauer der Kirche ein und begrub 440 Menschen.

Unterhalb der Pfarrkirche Sant Miguel befindet sich der Margarethenbrunnen – Font de Margalida. Seit dem Jahr 1830 sprudelt diese Quelle. Um den Brunnen ranken sich viele Sagen. Eine der Legenden besagt, dass der Brunnen nie versiegen wird. Gleichzeitig gilt die Quelle auch als Symbol der ewigen Liebe. Unten an den Treppen, die von der Kirche Sant Miguel zum Brunnen führen, eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf das Gotteshaus. Zu den Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen in der Umgebung von Felanitx gehört der Klosterberg von Sant Salvator mit seiner ansehnlichen Klosteranlage, die auch Übernachtungsmöglichkeiten anbietet. Das Heiligtum Sant Salvator befindet sich auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges im Osten Mallorcas. In einer Höhe von 509 Metern über dem Meeresspiegel liegt das Kloster und beherbergt einen alten Ziehbrunnen mit einem Schöpflöffel. Das aus Alabaster geschnittene Retabel ist die einzige Arbeit dieser Art auf der ganzen Insel. Der Weg nach oben zum Kloster führt an einer kleinen Kapelle vorbei. Daneben ragt ein großes Steinkreuz empor. Oben angekommen, können Reisende auch einen hohen Turm mit der Statue von Jesus Christi sehen.

Gegenüber des Klosterbergs befindet sich die Ruine des Castell de Santueri. Bereits 100 v.Ch. wurde an dieser Stelle ein Wachturm erbaut, der sich im Laufe der Jahre zu einer Festung erweiterte. Die damals imponierende Burg bietet heute eine wunderschöne Aussicht auf die umliegende Landschaft. In der Nähe von Felanitx können Reisende auch eine Bananenplantage, die Jumaica Bananera, entdecken. Sie liegt zwischen Porto Cristo und Porto Colom und verfügt über einen botanischen Garten. Für eine interessante Wanderung eignet sich der Kreuzweg zum Calvari – noch Santuari de Felanitx genannt. Er führt an zahlreichen Windmühlen vorbei zu einer Kapelle, die einen weiten Ausblick bis nach Carbrera eröffnet.

Der Sonntagsmarkt in Felanitx. Der Sonntag ist in vielen Ortschaften der Baleareninsel ein ruhiger und verschlafener Tag. Nicht in Felanitx!. Hier findet sonntags der Wochenmarkt statt. Buntes treiben, viele Produkte aus regionaler Herstellung und zahlreiche Besucher erwecken die Ortschaft zu neuem Leben. Die Markthalle der Stadt befindet sich direkt hinter der Kirche Sant Miguel. Ganz früh am Sonntagmorgen bekommt man hier die frischeste Ware. Der Wochenmarkt in Felanitx zieht nicht nur Touristen, sondern vor allem viele Einheimische an. An Marktsonntagen sind auch alle Geschäfte in der Stadt geöffnet.

Inca

Die Lederstadt im Herzen Mallorcas. Gut angebunden, zentral gelegen und reich an Shoppingmöglichkeiten, zieht Inca viele Besucher an, die in den zahlreichen Geschäften der Stadt hochwertige Lederwaren, Designermode und regionale Spezialitäten einkaufen. Inca hat sich erfolgreich als ein Dienstleistungszentrum im Herzen der Baleareninsel etabliert. Die drittgrößte Stadt Mallorcas bietet Reisenden eine schöne Fußgängerzone, die zu ausgedehnten Shoppingtouren einlädt. Weiterhin ist die sogenannte Lederstadt für gutes Essen und Trinken bekannt. In alten, gemütlichen Weinkellern, noch Cellers genannt, genießen die Besucher der Stadt eine urige Atmosphäre. Hier serviert man kulinarische Köstlichkeiten aus der typisch mallorquinischen Küche. Die Altstadt von Inca bietet einige historische Bauwerke und ein traditionelles Flair, das Reisende in den engen Gassen oder in einem charmanten Straßencafé hautnah verspüren können.

Eine Shoppingtour in Inca. Die Innenstadt von Inca wurde zu einer Fußgängerzone umgebaut und beherbergt eine Vielzahl an Geschäften, die nahezu alles Mögliche im Angebot haben. Die Fußgängerzone ist modern gestaltet, gut gepflegt und verführt zu stundenlangen Shoppingbummeln. Einheitlich gepflasterte Straßen verlaufen vom Bahnhof aus bis zur Plaça de Mallorca und führen durch das Zentrum der Stadt. Vorhanden sind viele Sitzbänke, Abfallbehälter und Straßenlaternen in ästhetischen Designs. Neben Schuhen, Lederbekleidung und junger spanischer Designermode sind in den Läden alle großen Namen der Fashionwelt vertreten. In der Regel sind die Preise der Waren in Inca auch deutlich günstiger als in Palma. Zwischen den glanzvollen Geschäften entdecken Reisende alteingesessene Gemüse- und Feinkosthändler, entzückende Cafés und gemütliche Konditoreien, die noch im Stil der Jahrhundertwende gestaltet sind. Feinschmecker finden hier kulinarische Köstlichkeiten aus der Region, feinstes Olivenöl, sowie frisches Obst und Gemüse.

Einkaufen macht hungrig. In solchen Fällen lohnt sich der Besuch von einem der alten Weinkeller, die zu charmanten Restaurants umgebaut wurden. In den historisch geprägten, originalgetreuen Cellers wird feinste mallorquinische Küche zubereitet. Zu den berühmtesten Restaurants dieser Art gehört der Celler Can Amer in der Carrer Pau. Hier werden typisch mallorquinische Gerichte vor einer traditionellen Kellerkulisse aus dem 17. Jahrhundert serviert. Auf der Speisekarte sind köstliche Spezialitäten wie die beliebte Sopa Mallorquin (deftige Kohlsuppe), Käsesorten der Inseln, Jamón Ibérico aus Eichelmast, Foie-Bras-Terrine, sowie gefüllte Lammschuter und gebratene Milchlamm-Haxe zu entdecken.

Hochwertige Lederwaren zu günstigen Preisen. Schuhe und Ledermode sind in Inca Programm. Die Lederverarbeitung hat hier Tradition und gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der Stadt. Während früher jedoch die Produktionsstätten das Bild von Inca prägten, dominieren heute moderne Läden für Designermode und feinste Ledererzeugnisse. Neben unzähligen Geschäften für Lederwaren in der Altstadt beherbergt die drittgrößte Stadt Mallorcas auch viele Outlet-Stores und Fabrikverkäufe. Die große Auswahl auf engstem Raum zieht zahlreiche Modefans und Liebhaber von Lederwaren aus dem Ausland an. Viele Touristen machen einen Abstecher nach Inca wegen der vielfältigen Ledererzeugnisse. Für passionierte Shoppingfans sind das Camper Outletstore und Farrutx im Industriegebiet auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier stimmen sowohl der Preis als auch die Qualität der angebotenen Artikel.

Ein wichtiges Ereignis in Inca stellen die Landwirtschaftsmesse und der Markt „Dijous Bo“ dar. Mehr als 100.000 Besucher kommen hierher jedes Jahr am 2. Donnerstag im November.

Sehenswertes mit historischem Charme. Auf Mallorca existieren viele Städte, die mehr historische Sehenswürdigkeiten als Inca zu bieten haben. Dennoch macht die Kombination aus traditioneller Geschichte und schicker Moderne den besonderen Charme von Inca aus. Deshalb ist die drittgrößte Stadt der Baleareninsel auch für Kulturinteressierte einen Ausflug wert. In der Altstadt entdecken Besucher einige wunderschöne, gut erhaltene Bauwerke mit historischem Hintergrund. Im Zentrum der Stadt befindet sich die typisch barocke Pfarrkirche Santa Maria la Major, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Das heutige Gotteshaus Santa Maria la Major wurde an dieser Stelle erst im 18. Jahrhundert errichtet. Im Inneren der Kirche, in der Sakristei, können die Besucher das gotische Gemälde von Jaun Dauder „Sa Madonna d’Inca“ aus dem Jahr 1373 betrachten. Sehenswert ist auch das im Jahr 1604 eröffnete Kloster Santo Domingo, das sich westlich des Placa Espanya befindet und im Jahr 1993 aufwendig restauriert wurde. Neben einem wunderschönen Barockhof bietet das Innere des Klosters noch einen Hauptaltar und mehrere exquisite Gemälde.

Im Osten liegt das Kloster San Francisco, das seine Besucher mit einer Statue des heiligen Franz von Assisi, einem imponierenden Hauptaltar und einem schönen Kreuzgang beeindruckt. Ein weiteres Kloster befindet sich nur 6 Kilometer außerhalb von Inca – das Kloster Santa Magdalena. Es wurde im 13. Jahrhundert auf dem 304 Meter hohen Puig d’Inca erbaut. Von hier aus eröffnet sich ein atemberaubendes Panorama.

Lloret de Vistalegre

Schon von weitem kann man Lloret de Vistalegre erkennen, denn es liegt auf einem kleinen Hügel. Von welcher Himmelsrichtung aus man sich Lloret de Vistalegre nähert, die Entfernung bleibt in etwa gleich: So unmittelbar liegt Lloret de Vistalegre, als wäre es tatsächlich das Herz von Mallorca, der wohl beliebtesten Ferieninsel deutscher Urlauber. Vom einstigen Klosterhof aus bietet sich ein herrlicher Ausblick auf das anmutige Land, das sich rund um Lloret de Vistalegre verteilt. Eine Beschaulichkeit, die sich angesichts dessen, was in dem verträumten Ort verbirgt, manchmal in Gefahr geraten könnte, wenn es brennt. Wohl jede Rakete, die den nächtlichen Himmel über Mallorca erhellt, wird wohl in der Werkstatt in Lloret de Vistalegre hergestellt.

Die Windmühlen stellen eindrucksvoll unter Beweis, wie wichtig die Landwirtschaft für Mallorca und auch das kleine Örtchen Lloret de Vistalegre war. Die Molí de Ca´n Poleo o Ca´den Gomila, die Molí de Ca´n Beato und die Molí de Ca´n Company prägen noch heute das Ortsbild von Lloret de Vistalegre. Die Mühle Molí dèn Nina ist bemerkenswert, da das Fachwerk der Mühle und teilweise auch Baustrukturen erhalten sind. Die Mühle steht mitten im Ortszentrum von Lloret de Vistalegre, unmittelbar daneben bietet der Brunnen Font Figuera ein weiteres Fotomotiv. Hier wird Vergangenheit lebendig. Die Pfarrkirche Mare de Déu de Loreto darf in dem anschaulichen Ensemble des Ortskerns von Lloret de Vistalegre nicht fehlen.

Das Dorf ist ein idealer Rückzugsort, denn wenn die Sehnsucht nach dem Meer überwiegt, liegt die Playa de Muro nur 25 Minuten mit dem Auto entfernt. Die Mischung aus erholsamem ursprünglichen Urlaub auf Mallorca und dennoch Strandgenuss, Wandern oder Radfahren macht Lloret de Vistalegre zu einem idealen Ort für einen abwechslungsreichen Urlaub fern der großen Hotelburgen und überfüllten Strände. Lloret de Vistalegre bietet eine verlockende Einladung, einen entspannten Urlaub zu genießen und die Beschaulichkeit des Ortes in vollen Zügen auszukosten. Entscheidend für die erfolgreiche Bewirtschaftung des Bodens war wohl einer der Bewohner von Lloret de Vistalegre. Ein Landwirt namens Monserrat Fontanet schrieb schon im 18. Jahrhundert nieder, was für den Ackerbau wichtig war und was es dabei zu beachten galt. Weiters wird vermutet, dass er auch die sogenannte Canaleta de Massanella erfand: Die Canaleta de Massanella bezeichnet eine Wasserleitung, basierend auf einer hydraulischen Konstruktion. Selbst der Dreschwagen soll eine Erfindung des kreativen Landwirts sein und der Region rund um Lloret de Vistalegre eine effizientierte Bewirtschaftung ermöglicht haben.

Untrennbar mit Lloret de Vistalegre verbunden sind die pittoresken Brunnen und Mühlen, die von der durch Landwirtschaft geprägten Region erzählen. Im Turm des Herrenhauses Herrenhaus Son Gelabert de Dalt wurde eine Bronzefigur eines Kriegers zeigt. Heute ist die Statue im Mallorca-Museum ausgestellt. Etwas außerhalb des Ortes befindet sich der Naturpark Sa Comuna. Unglaublich, aber wahr: Schon im 13. Jahrhundert gab es diesen Park, der für jedermann zugänglich ist. Pinien und Wälder beherrschen die Landschaft des Naturparks. Bereits 1927 wurde die Region als geschütztes Gebiet anerkannt. Die Einwohner von Lloret de Vistalegre schätzen die Gegend als ideales Ambiente für ihre Feste und bemühen sich immer stärker, diese einzigartige Landschaft für ihre Nachfahren zu bewahren. Eines der Feste, die ganz Lloret de Vistalegre in Feierstimmung versetzt ist die Fiesta de Es Sequer, das Fest der Feige.

Lloseta

Ruhig, verschlafen – der erste Eindruck von dem mallorquinischen Dorf Lloseta täuscht, denn tatsächlich dominierte das heute so idyllische Dorf beim Braunkohleabbau und erfreute sich deshalb über Bevölkerungszuwachs. Auf der Fahrt nach Inca kommt man am Schornstein der Mine des Sant Antonio vorbei. Hier befindet sich auch nahe des Schornsteins ein Ehrendenkmal für das Schuhmacherhandwerk. Nach der Braunkohle gewann die Produktion von Schuhen und Leder die Oberhand. Tradition liegt den Menschen in Lloseta am Herzen. Die Schuhfabrikation befindet sich seit Jahrhunderten fest in der Hand des kleinen Dorfes mitten in Mallorca. Noch heute steht hier ein Zementwerk, das die Balearen versorgt.

Steingepflasterte Straßen und Plätze prägen das heutige Ortsbild, während man die Stille bei einem Spaziergang durch die ruhigen Gassen des Dorfes mitten auf der größten balearischen Insel, Mallorca, schlendert. Das Adelsgeschlecht Aiamans hinterließ in Lloseta einen prachtvollen Palast, den Aiamans-Palast. Der Palast stammt aus dem 17. Jahrhundert und gilt mit seinen wunderschönen Gärten als geschütztes kulturelles Gut der größten Baleareninsel. Das Bürgerhaus Can Polla lohnt eine nähere Betrachtung beim Spaziergang durch Lloseta.

Die Häuser von Lloseta schmiegen sich den Berghang hoch und so ist es nicht verwunderlich, dass so manche Gasse steil hinaufführt oder eine Treppe zu erklimmen ist. So ist der Spaziergang zur Unterstadt nicht immer ein gemütlicher Spaziergang, was aber an der pittoresken Schönheit des Dorfes nichts ändert. Die Carrer Major führt von der Kirche Nostra Senyora de Lloseta, 1937 erbaut, bis zum Rathaus, schon quer, ohne mühsamen Aufstieg. In der der Jungfrau Maria geweihten Kirche befindet sich ein Bildnis der Jungfrau aus dem 11. Jahrhundert. Der Legende nach soll die Jungfrau Maria Lloseta davor bewahrt haben, einer Hungersnot zum Opfer gefallen zu sein. Die Placa Espanya war das alte Dorfzentrum, aber mittlerweile hat sich das Leben des Dorfes verändert. Früher gab es die sogenannte Unterstadt, heute ist das Zentrum von Lloseta rund um die Fußgängerzone mit Bars und Geschäften, sodass die Urlauber immer wieder Möglichkeiten zur Erfrischung finden.

Das traditionelle Bewusstsein zeigt sich in Lloseta auch bei der Stofffabrik Teixits Riera, wo Stoffe mit einem speziellen Zungenmuster hergestellt werden. Die Werkstatt mit alten Webstühlen, von denen einer sogar noch aus einer alten Manufaktur stammt, die der Urgroßvater im Jahre 1896 gegründet hat, stammt. Nicht weit entfernt von der Textilfabrik befindet sich eine Töpferei, die 1830 gegründet wurde. Hier kann man sich auf anschauliche Weise über die Entwicklungen in der Töpfereikunst informieren und sicher ein Souvenir entdecken.

Lloseta ist nur 12 Quadratkilometer groß und bietet mit Landwirtschaft und Kunsthandwerk seinen Bewohnern ein Auskommen. Die nächstgrößere Stadt ist Inca, das nur 6,3 Kilometer entfernt ist. Palma, die Inselhauptstadt, ist 33 Kilometer entfernt. Rund um Lloseta gibt es mehrere Torrents, kleine Wasserfälle. Die Natursteinmauern und Terrassen, die die Bewohner von Lloseta heute für den Anbau von Obst und Gemüse sowie malerische Oliven- und Mandelhaine nutzen, stammen als arabischer Zeit. Man sollte Lloseta nicht verlassen, ohne die leckeren Especialidades cardenales aus Sahne und Merengue zu kosten, die in Lloseta quasi erfunden worden sind. Ein Grund, warum man Lloseta beim nächsten Mallorca-Urlaub wieder besuchen sollte.

Llubi

Llubi liegt mitten im nördlichen Herzen der mallorquinischen Baleareninsel und besticht durch pittoreske Gassen und verträumte Ecken. Es lohnt sich einen zweiten Blick auf das Juwel zu werfen, das scheinbar zweigeteilt ist. Auf einem Hügel befinden sich das Rathaus und die Kirche, während in Son Ramis Windmühlen und Wohnhäuser dominieren. Dabei einen die beiden Hügel ein Dorf: Llubi. Das eher versteckt liegende Dorf ist für viele zweifelsohne der schönste Ort auf ganz Mallorca und wer sich hierher verirrt, wird bald feststellen, warum. Zu viel sollte nicht verraten werden an dieser Stelle, aber die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Mallorquiner scheint hier seine Geburtsstätte inne zu haben. Die Produktion von Kapern dominiert den kleinen Ort, der knapp 29 Kilometer vom Flughafen Son Sant Joan entfernt ist und knapp 2.200 Einwohner zählt. Llubiner oder llubinera sind die Einwohner dieses nur scheinbar verschlafenen Dorfes.

Haupteinnahmequelle der Bewohner von Llubi ist die Landwirtschaft, was den Charme der Umgebung vor allzu großer Veränderung und Massentourismus bewahrt hat. Dafür genießt man heute die Beschaulichkeit und genießt das Privileg, das ursprüngliche Mallorca kennenlernen zu dürfen. Etwas weniger beschaulich geht es beim Wochenmarkt auf der Placa de la Carretera zu, der jeden Dienstag viele Menschen rund um Llubi anlockt und mit Lebensmittel, Güter des täglichen Bedarfs und Waren aller Art begeistert.

Die im 19. Jahrhundert erbaute Einsiedelei Ermita del Sant Crist del Remei liegt außerhalb von Llubi auf einer Anhöhe. In der Hitze des Tages den Schatten der Einsiedelei zu genießen hat etwas Magisches. Zumindest schenkt der Aufenthalt eine willkommene Pause und kurzweilige Panoramablicke auf Deutschlands beliebteste Urlauberinsel. Nicht nur bei der Einsiedelei geht es manchmal besonders besinnlich und still zu. Wer diese Ruhe an manchen Orten auf Mallorca vermisst, wird diese hier in Llubi wiederfinden und genießen. Hier geht alles etwas entschleunigter und sich darauf zu besinnen kann guttun. Rund um Llubi haben die Radfahrer die Schönheit dieser anmutigen Landschaft entdeckt, die ein faszinierendes und abwechslungsreiches Streckenbild bietet. An der Landstraße nach Sineu befindet sich der Talayot „Conjunto des Racons“. Das Portal des Rundturms aus talayotischer Zeit misst fünf Meter und ist relativ gut erhalten. Ein eindrucksvolles Relikt der Talayotzeit und garantiert ein unvergessliches Fotomotiv, das die Geschichte Mallorcas festhält.

Ein weiteres Pflichtmotiv sind die Windmühlen, die noch immer charmant das Land rund um Llubi umsäumen. Typisch für Mallorca, aber speziell rund um den kleinen Ort Llubi herum wachsen viele Mandelbäume und prachtvolle Orangenbäume. Übrigens befindet sich hier, wie die Einwohner stolz behaupten, die Kornkammer von Mallorca. Allen voran die Kapern, die für einen richtigen Mallorquiner auf dem Teller nicht fehlen dürfen. Ein Wegekreuz aus dem 17. Jahrhundert werden zweifelsohne aufmerksame Spaziergänger entdecken und noch andere Relikte aus alten Zeiten. Auf eines sind die Llubiner oder llubinera noch stolzer als ihre Kapern: Honig, denn Llubi gilt als Mekka für Imker. Auf der Honigmesse Fira de la Mel gibt es reichlich Informationen rund um die aufwändige Bienenzucht sowie die Vielfalt und Besonderheiten der einzelnen Honigsorten, die sich als wohlschmeckendes und fantastisches Mitbringsel eignen.

Llucmajor

Ein idyllischer Ort mit geschichtsträchtiger Vergangenheit. Llucmajor ist ein kleines mallorquinisches Städtchen mit engen Gassen, traditionellen Häusern und einem berühmten Marktplatz. In gemütlichen Restaurants und Tapas-Bars genießen Sie regionale Köstlichkeiten und eine einladende, herzliche Atmosphäre. Ruhig gelegen und dennoch mit guten Anbindungen zur Mallorcas Hauptstadt Palma de Mallorca sowie zur malerischen Küste der Baleareninsel, bietet Llucmajor seinen Besuchern abwechslungsreiche Alternativen für die Urlaubsgestaltung. Während Sie im Städtchen selbst eine Oase der Ruhe und Gelassenheit erleben, bietet die Umgebung von Llucmajor spektakuläre Panoramaausblicke, attraktive Wanderrouten sowie schöne Strände und Buchten, die Liebhaber der Wassersporte anlocken.

Vom gemütlichen Stadtbummel zur spannenden Entdeckungsreise. Llucmajor ist ein Ort mit vielen Gesichtern. Die kleine Stadt verfügt über eine zentrale und dennoch sehr ruhige Lage auf der beliebtesten Baleareninsel Mallorca. Während in anderen Städten ausgelassen gefeiert wird, hat man den Eindruck, dass in Llucmajor die Zeit stehen geblieben ist. Geprägt von typisch mallorquinischen Kleinstraßen, historischen Bauwerken und mediterranen Häuschen, lädt die Stadt zum verträumten Entspannen ein. Dann erreichen Sie den Plaça d´Espana und geraten im bunten Getümmel des dreimal wöchentlich stattfindenden Markts. Direkt am Marktplatz angebunden ist die Hauptstraße Llucmajors, die über Cami de Cala Pi zu den herrlich blühenden Mandelbäumen in der Umgebung der Stadt führt. Wenn im Februar die ersten Mandelplantagen erblühen, können Sie den charismatischen Duft der Mandelblüte sogar im Herzen der Ortschaft genießen.

Eine geschichtsträchtige Kulisse. Eine besondere Atmosphäre aus vergangenen Epochen ist in Llucmajor an jeder Ecke zu spüren. Nicht zufällig besitzt der Ort für die Mallorquiner eine große historische Bedeutung. Im Jahr 1349 war Llucmajor der Schauplatz derjenigen Schlacht, die das Ende der selbständigen mallorquinischen Monarchie einleitete. Das Denkmal für den gefallenen König Jaume III erinnert an dieses wichtige Ereignis. Mehrere historische Bauwerke prägen das Bild der Ortschaft und verwandeln den Stadtbummel in eine spannende Entdeckungsreise. Neben der prächtigen Pfarrkirche Sant Miguel aus dem 18. Jahrhundert gehört auch die Klosterkirche Eglésia Conventual de Sant Bonaventura aus dem 17. Jahrhundert zu den eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten von Llucmajor. Ihre Wandgemälde und das barocke Inventar bleiben lange in Erinnerung. In der Innenstadt wird auch sofort klar, woher Llucmajor seinen Wohlstand bezog. Das Denkmal für die Schuhmacher an einem Nebenplatz der Plaça d’Espanya zeigt, dass der Ort ein wichtiges Zentrum der mallorquinischen Lederproduktion war.

In einer Windmühle außerhalb der Innenstadt ist ein Heimatmuseum untergebracht, das die Geschichte der Stadt und der Lederproduktion anschaulich vorstellt. Wenige Kilometer stadtauswärts entdecken Sie das Kloster Lluc. Erbaut auf dem 543 Meter hohen Berg Puig de Randa bietet dieses Kloster einen einmaligen Blick über die idyllische Region.

Der berühmte Platz Plaça d´Espana liegt im Herzen von Llucmajor. Hier erhebt sich das Rathaus Ayuntamiento aus dem 19. Jahrhundert. Einige verträumte Kaffeehäuser, darunter auch das historische Caféhaus Colon, laden zum sorglosen Entspannen ein. Jeden Mittwoch, Freitag und Sonntag findet rund um Plaça d´Espana der größte Gemüsemarkt Mallorcas statt. Gleich um die Ecke des zentralen Platzes entdecken Sie die 1915 erbaute Fischmarkthalle. Fangfrischer Fisch und weitere Köstlichkeiten aus dem Meer machen Lust auf ein gemütliches Dinner.

Eine Umgebung mit atemberaubenden Panoramablicken. Die Umgebung von Llucmajor bietet die ideale Gelegenheit, um die Sonne Mallorcas und die angenehmen mediterranen Temperaturen zu genießen. In der Region der historischen Stadt befinden sich einige der schönsten Strände und Buchten der Baleareninsel wie die Cala Brava und Son Veri Nou. Die Bucht Cala Pi beeindruckt mit malerischen Felsen und unvergesslichen Aussichten auf Meer und Natur. Leidenschaftliche Sportsfreunde entdecken in der Umgebung von Llucmajor attraktive Rad- und Wanderrouten entlang der idyllischen Mandel- und Aprikosenplantagen. Mediterrane Natur zum Verlieben – in nächster Nähe zum ruhigen und gemütlichen Llucmajor.

Manacor

Die Stadt mit Herz. Das Stadtwappen von Manacor. Schreibt man Manacor getrennt, dann erkennt man bereits die Bedeutung: Man-a-Cor oder zu deutsch: Hand am Herz. Das Stadtwappen stellt eine Hand dar, die ein Herz umfasst. Ebenso herzlich sind die Einheimischen, die sich selbst Manacorina nennen.

Im Landesinneren der Beleareninsel gelegen gehört Manacor zu den schönsten Regionen von Mallorca. Sie ist einer der wirtschaftlichen Mittelpunkte und zeichnet sich durch die vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten aus. Sei es ein Ausflug zu den Drachenhöhlen oder ein Besuch der Angelhakenhöhlen – Langeweile kommt im Urlaub in Manacor nicht auf. Urlaub in Manacor, der drittgrößten Gemeinde auf Mallorca, bedeutet Strandurlaub mit einem bunten Mix aus Sightseeing, Abenteuer im Wasser und typisches mallorquinisches Flair. Die Innenstadt bietet zahlreiche sakrale Bauten, die ebenso wie die traditionelle Perlenfabrik jedenfalls einen Besuch lohnen. Wenn Sie lieber Natur und Strand genießen, sind Sie mit einem Ausflug in die Umgebung zu den Tropfsteinhöhlen gut beraten. Der lange Sandstrand in Manacor bietet die optimale Kulisse für entspannte Sonnentage und einen unvergesslichen Urlaub mit bleibenden Eindrücken.

Sehenswertes und Historisches. Ein Spaziergang durch die Innenstadt von Manacor offenbart Ihnen viele Einblicke in die abwechslungsreiche Geschichte der Insel und des Ortes. Definitiv sehenswert ist die vorgeschichtliche Siedlung Hospitalet Vell, die exakt an der Landstraße liegt, die von Manacor nach Calles de Mallorca führt. Dabei handelt es sich um Talayotsiedlung, wobei der Talayot ein Turm mit quadratischem Grundriss, Säulen und einer Bedachung aus großen Steinplatten ist. Ebenso sollten Sie der frühchristlichen Kirche Son Pereto einen Besuch abstatten. Diese liegt an der Landstraße, die von Palma nach Artà führt. Die Kirche wurde Ende des 5. Jahrhunderts erbaut und besteht aus einer Taufkirche mit zwei Taufbecken und einer Kapelle. Eine weitere Sehenswürdigkeit stellt der Torre des Enagistes dar, der als Schutzbau und Herrenhaus gleichermaßen erbaut wurde. Heute befindet sich hier das Museum von Manacor, in dem Sie viel über die Archäologie und Völkerkunde der Region erfahren können.

Sakrale Bauten als Highlight beim Sightseeing. Für Liebhaber sakraler Bauten lohnt sich ein Abstecher in das Kloster mit dem Kreuzgang Sant Vicence Ferrer, das am Convent Platz steht und 1576 vom Dominikanerorden gegründet wurde. In der dazu gehörigen Kirche, die zwischen Ende des 17. Jahrhunderts und Anfang des 18.Jahrhunderts erbaut wurde, können Sie typische Merkmale barocker Kirchenkunst auf Mallorca finden. Ebenso sehenswert ist die Kirche Nostra Senyora dels Dolors, die mitten auf dem Platz Rector Rubi erbaut wurde. Diese Kirche ist im neogotischen Historizismusstil errichtet worden.

Traumhafte Strände und idyllische Buchten. Auf dem Gebiet von Manacor laden verschiedene Strände und Buchten zu einem Besuch ein, wie beispielsweise Platja Porto Cristo, Cala Petita und Cala Mendia. Der Platja de sa Moreia ist ein Sanddünenstrand, der sich über eine Länge von rund 350 Metern erstreckt. Am Abend schlendern Touristen wie auch Einheimische über die Promenade direkt hinter dem Strand. Einen wunderschönen Blick auf das Meer genießt man außerdem an der kleinen Bucht Cala Morlanda. Am Ufer der Badestelle erhebt sich eine historische Siedlung mit einer Kapelle. Badeurlaub der besonderen Art. Während Ihres Aufenthaltes in Manacor ist aber auch Relaxen und Sonnenbaden am Strand angesagt. Dies können Sie am herrlichen knapp 80 Meter langen feinsandigen Strand der Gemeinde tun. Direkt an der Mündung eines Grabens, der dicht mit Kiefern bewachsen ist, finden Sie das Schmuckstück und können entspannt relaxen. Für Abwechslung sorgt ein Ausflug in die Umgebung, etwa nach Porto Cristo. In dem 13 Kilometer östlich gelegenen Dort befinden sich mehrere Tropfsteinhöhlensysteme, die Coves del Drac und die Coves dels Hams, die zu spannenden organisierten Entdeckungstouren einladen.

Badeurlaub der besonderen Art. Während Ihres Aufenthaltes in Manacor ist aber auch Relaxen und Sonnenbaden am Strand angesagt. Dies können Sie am herrlichen knapp 80 Meter langen feinsandigen Strand der Gemeinde tun. Direkt an der Mündung eines Grabens, der dicht mit Kiefern bewachsen ist, finden Sie das Schmuckstück und können entspannt relaxen. Für Abwechslung sorgt ein Ausflug in die Umgebung, etwa nach Porto Cristo. In dem 13 Kilometer östlich gelegenen Dort befinden sich mehrere Tropfsteinhöhlensysteme, die Coves del Drac und die Coves dels Hams, die zu spannenden organisierten Entdeckungstouren einladen.

Land und Leute kennenlernen. Manacor zeichnet sich durch seine Gastfreundlichkeit, sodass man hier das typische mallorquinische Flair kennen lernen kann. Während die Region Manacor spannende Ausflüge in die Natur ermöglicht, ist die Stadt Manacor eine Mischung aus Tradition und Moderne. Auf den Märkten gibt es Kunst und Kitsch. Jeden Montag findet der Wochenmarkt statt, auf welchem das geschäftige Treiben beobachtet werden kann. Die Stadt ist vor allem für seine Olivenholzprodukte bekannt, die an kleinen Ständen verkauft werden. Manacor ist wie kein anderer Ort auf Mallorca bekannt für seine Perlenfabrik. Hier werden nach einem individuellen Verfahren Kunstperlen hergestellt, die es in ihrer Form eigentlich nur auf der Insel gab. Besichtigungen im Werk geben Ihnen Einblicke in den Herstellungsprozess und gewährt Ihnen die Möglichkeit, kunstvolle einmalige Souvenirs zu kaufen. Wenn Sie lieber Obst, Gemüse oder typische regionale Produkte kaufen, sollten Sie einen der zahlreichen Märkte in Manacor besuchen. Ein sehr beliebter findet auf der Plaça Constitució statt und hat Obst, Gemüse und allerlei Typisches für die Region im Angebot. Täglich vormittags können Sie hier in eine typisch mallorquinische Welt eintauchen und sich kulinarisch verwöhnen lassen. Der Wochenmarkt findet jeden Montag auf der Plaça Ramon Llull statt.

Manacor ist eine sportliche Stadt. Tennis erfreut sich in Manacor einer großen Beliebtheit, da in der Stadt Rafa Nadal geboren wurde. Der spanische Tennisstar stand 141 Wochen an der Spitze der Weltrangliste. Ob Tennis spielen, Wandern, Baden im Meer oder eine Ausflug an den Strand – Manacor eignet sich für den Aktivurlaub ebenso wie für den entspannten Urlaub mit der Familie.

Mancor de la Vall

Im Osten von Mallorca versteckt sich ein Dorf namens Mancor de la Vall, das man kaum auf der Karte suchen würde. Es schmiegt sich an das Tramuntanagebirge und ist von außen kaum einsehbar. Vielleicht ein Grund, warum Mancor de la Vall bis heute von Massentourismus und Souvenirständen verschont wurde. Ein Grund mehr, das herrliche Idyll zu entdecken und hier das ursprüngliche Mallorca zu erleben. Der Klosterberg Santa Llúcia scheint über dem Dorf zu wachen und belohnt den Aufstieg mit einem faszinierenden Panorama über Mallorca, die größte Insel der Balearen.

Das Dorf Mancor de la Vall ist wirklich malerisch mit seinen gepflasterten Gässchen und den alten Natursteinhäusern, die in der traditionellen mallorquinischen Bauweise erbaut wurden. Nur eines könnte diese Idylle stören, denn Mancor de la Vall gilt als Zentrum für leidenschaftliche Jäger, die im Bergwald nahe des Dorfes jagen gehen. Neben Rebhühner und Hasen zählen auch Pilze zu den begehrten Objekten. Nicht nur Touristen schätzen die Ruhe in Mancor de la Vall, auch mallorquinische Städter haben den Reiz einer bescheideneren Wohnumgebung erkannt und ziehen nach Mancor de la Vall um. Der internationale Flughafen Son Sant Joan ist 26 Kilometer entfernt.

Bei einem Spaziergang durch das beschauliche Örtchen sollte man nicht auf einen Besuch der klassizistischen Pfarrkirche Sant Joan Baptista de Mancor verzichten, die aus dem 19. Jahrhundert stammt. Sie wurde 1361 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kapelle und das Klöster von Santa Llúcia sind ebenfalls sehenswert und wurden bereits im 14. Jahrhundert erbaut. Nicht nur Romantiker freuen sich auf den Anblick der Sa Tafona de Son Morro. Die Ölmühle stammt aus dem 17. Jahrhundert und steht unter Denkmalschutz. Wer noch mehr in die vergangene Zeiten entführen lassen möchte, nimmt sich ausreichend Zeit um die Herrenhäuser Son Tafona, Son Collell, Son Lluc, Son Simó und Can Marquesí zu bewundern. Besonders der Innenhof des Herrenhauses Son Colell sollten geschichtsinteressierte Urlauber auf keinen Fall versäumen zu besichtigen. Das Landgut von Massanella sowie der Fels von Montaura sind weitere Sehenswürdigkeiten, die sich bei einem Besuch von Mancor de la Vall lohnen.

Das Festa de Sant Joan im Juni und das Festa de Sant Antoni im Januar sind Fixpunkte im Leben der Bewohner von Mancor de la Vall, zu denen auch Mallorquiner aus dem Umland anreisen. Im November dreht sich alles um Pilze, genauer gesagt um Esclat-sang. Zu Ehren des sehr schmackhaften Pilzes, der auf mallorquinischem Boden wächst, wird das Fest Esclat-sang gefeiert.

Wirtschaftliche Interessen sind wie in vielen Orten Mallorcas neben der Jagd vor allem die Viehzucht und die Landwirtschaft. Hier wird auch Olivenöl und Holzkohle produziert. Die Bewohner von Mancor de la Vall bauen aber nicht nur Obst und Gemüse an. Getreide ist ebenfalls ein wichtiger Einkommenszweig. Außerdem wachsen hier einige Weinberge, die durstige Touristen in einer Bodega sicher probieren können. Bedingt durch die Nähe zur nächstgrößeren Stadt Inca ist Mancor de la Vall ein Dorf mit einer langjährigen Tradition im Schuhmacherhandwerk. Ob Überbleibsel aus vergangenen Zeiten, der Zauber des ursprünglichen Mallorcas: Jeder findet in Mancor de la Vall etwas, das ihm ein Lächeln entlockt und einen besinnlichen Tag voller Entspannung schenkt.

Maria de Salut

Unverfälscht, als bliebe die Zeit stehen. Mittendrin und doch ganz beschaulich – das erwartet Urlauber in Maria de Salut, einer mallorquinischen Gemeinde. Den Beisatz de la Salut erhielt der Ort 1916, um ihn leichter von anderen ähnlich klingenden Ortsnamen besser unterscheiden zu können. Landwirtschaft dominiert damals wie heute das eher ruhige Leben der Bewohner von Maria de Salut. Hauptsächlich Knoblauch wächst hier und soll angeblich auch nur hier so gut wachsen. Die anmutige Lage auf einem Hügel verschafft den Besuchern von Maria de Salut einen herrlichen Ausblick auf das kunterbunte Felderpotpourri. Weitere Produkte, die hier angebaut werden sind Johannisbrot, Melonen, Mandeln sowie Paprika, Tomaten und Wein.

Handwerk und Tradition dominieren hier. Die Gemeinde ist außerdem bekannt für die Zucht von Schafen, Geflügel, Ziegen und Schweinen. Die nahe Verarbeitung ermöglichen Wurstwarenfabriken und landwirtschaftliche Betriebe. Maria de Salut hat besonders für Schmiede- und Schreinereiprodukte einen sehr guten Ruf. Die hohe Qualität ist über die Grenzen von Maria de Salut hinaus bekannt und birgt so manch gelungenes Souvenir, das nicht kitschig oder ein typisches Mallorca-Mitbringsel ist. Das Dorf empfing 1928 hohen Besuch, denn niemand Geringerer als der Bourbonen-Prinz Jaume und Miguel Primo de Rivera eröffneten die neue Dorfschule. Maria de Salut hat knapp 1.800 Einwohner und ist 30,3 Quadratkilometer groß. Genug Platz, um ausreichend Platz zu finden, die Seele baumeln und sich vom Zauber des ursprünglichen Mallorcas in den Bann ziehen zu lassen.

Geschichte pur erleben. Rund um Maria de Salut gibt es Zeugnisse prähistorischer und klassischer Geschichte wie Grabhöhlen aus prätalaiotischer Zeit sowie Siedlungen aus talaiotischer Zeit, die ummauert waren. Selbst die Römer schätzten die Lage von Maria de Salut. Funde wie Münzen, Keramik und Ziegel zeugen von der Anwesenheit der Römer. Urkundliche Erwähnung fand das Dorf bereits im 13. Jahrhundert. Der Dorfname Maria wurde in einem Laufaufteilungsbuch schriftlich festgehalten.

Zu den Sehenswürdigkeiten von Maria de Salut zählt die Pfarrkirche Nuestra de la Salut mit ihrem auffälligen Zwiebeldach. Die Figur der Jungfrau der Gesundheit im Altarbereich dürfte vermutlich aus dem 16. Jahrhundert, der Sarazenenherrschaft, stammen. Die Kirche, im 17. Jahrhundert erbaut, ist der Mare de Déu de la Salut gewidmet. Den Dorfkern bildet Son Puig nahe der Kirche. Es Velar ist ein talaiotischer Ort, der ein eindrucksvolles Beispiel dieser Zeit ist.

Etwas weniger beschaulich wird es in Maria de Salut, wenn Anfang September das Patronatsfest zu Ehren der Jungfrau sowie Ende September der beliebte Second Hand Markt stattfinden. Viele Gäste aus ganz Mallorca finden sich zu den Festlichkeiten ein, während der Second Hand Markt auch schaulustige Touristen anzieht. Vielleicht mag es in Maria de Salut manchem Touristen zu ruhig, zu beschaulich, zu idyllisch sein, aber das tut der Faszination, dieses pittoreske Dorf kennenzulernen und eine willkommene Auszeit zu genießen, keinen Abbruch. Man hat schließlich Urlaub. Wann sonst findet man Zeit, sich einfach mal selbst ein Geschenk zu machen? Und für den Abstecher zum Meer genügt eine Autofahrt von knapp 17 Kilometer. Dort lockt der flach abfallende Sandstrand von Ca´n Picafort mit einer Länge von 1,5 Kilometern und kristallklarem Wasser.

Montuiri

Mit seiner Geschichte kann Montuïri punkten. Als eine der ältesten Orte auf Mallorca berichtet es von vielen rühmlichen und unrühmlichen Zeiten. Bereits unter den Arabern war Montuïri einer von 12 Distrikten, in die Mallorca aufgeteilt war. 1232 führten dann die Katalanen das Zepter. 1300 wurden Rechte verfasst und der rechteckige Ortskern erbaut. Selbst der erste Windpark entstammt dieser Zeit. Gemeint sind natürlich die acht Windmühlen, die noch heute das prägende Wahrzeichen von Montuïri sind.

Es lohnt sich durchaus, hier länger zu verweilen und Montuïri nicht nur mit einem Tagesausflug abzuhaken. Hotels und Fincas laden in allen Preisklassen zum Verbleib. Auch das kulinarische Angebot reicht von urigen einfachen Lokalen bis hin zu einer anspruchsvollen mallorquinischen Küche. Traditionell lebte man hier vom Getreideanbau und der Mehlproduktion. Das Mühlenviertel liegt nahe der Altstadt, strategisch günstig etwas höher als der Rest. Es zeugt von der traditionellen Betriebsamkeit in Sachen Mehl. Erst 2010 wurde das Mühlenviertel Es Molinar nach Restaurationsarbeiten zur Besichtigung freigeben.

Den besten Ausblick auf Montuïri, eingebettet in die idyllische Natur, hat man vom Vorplatz der Mühle d’en Ferrando aus. Diese herausragende Windmühle ist nicht im Mühlenviertel integriert. Noch heute bestimmt die Landwirtschaft das Leben in Montuïri. Hauptsächlich sind es Weizen und Wein, die noch zu einem großen Teil im Trockenanbau bewirtschaftet werden. Die Altstadt selbst ist wie ein Museum aus alten Zeiten. Hügelige, enge Gassen und urige Treppchen führen die Besucher an teilweise sehr alten Gebäuden vorbei. Übrigens, immer Montags ist hier Wochenmarkt auf dem Plaça Major. Ein weiteres Mal herausragend, im wahrsten Sinne, ist die eindrucksvolle Pfarrkirche Sant Bartomeu aus dem 14. Jahrhundert. Sehenswert auch das alte Pfarramt aus dem 15. Jahrhundert und die Kapelle Mare de Deu de la Bona Pau. Ganz bestimmt ist die Aufzählung damit lange nicht vollzählig.

Um weiter in vergangenen Zeiten zu schwelgen, in Montuïri geht es auch noch weiter zurück, bis in die prähistorische balearische Talayot Kultur. Eine aktive Ausgrabungsstätte (Ruinenstätte Son Fornés) befindet sich in schönster Landschaft, nur knapp drei Kilometer vom Ortskern entfernt. Interessierte können sich ein geführtes Gesamtpaket schnüren und gleich auch einen Besuch des Archäologischen Museums von Son Fornés in der Mühle des Fraret mit einplanen.

Zur Abwechslung mal wieder etwas Natur gefällig? Die wird auf der Anhöhe Puig de Sant Miquel (247 m) geboten. Eine wunderschönes Fleckchen, ein Naturschutzgebiet, nur wenige Autominuten östlich von Montuïri entfernt. Auch ein lohnenswertes Ziel für eine Radtour. So viel sei dazu noch verraten, ein weiterer Höhepunkt dieses Ausfluges könnte auch kulinarischer Natur sein. Von der Kulinarik ist es nicht weit bis zur Jagd und was benötigt man für die Jagd? Richtig, Rebhühner. Sie dienen als Lockvögel und werden in Montuïri jedes Jahr am ersten Sonntag im Dezember mit einer Rebhuhnmesse Fira de sa Perdiu gefeiert. Für die Reiseplanung seien noch drei weitere Termine angemerkt: Das Fest des Sant Antoni am 17. Januar, jeweils am Dienstag nach Ostern das Festa d’es Puig mit einer Wallfahrt zum Puig de Sant Miquel und natürlich das Patronatsfest des Sant Bartomeu am 24. August.

Moscari

Die ganze Gegend voller Landschaft, dieser Spruch passt genau hier! Kilometerweit Olivenbäume, Trockenmauern, Oleander, Mandelbäume, Weinanbau und dann ein winziges Dorf vor großartiger Bergkulisse. Wem es auf die ein oder andere Stunde nicht ankommt, kann sogar mit einem öffentlichen Bus anreisen. Dieser Ort ist wie geschaffen für Automuffel, die sich von dort aus jeden Tag auf abwechslungsreiche Wandertouren begeben wollen. Auch für Fahrradfreaks ist genau hier der perfekte Ausgangspunkt für ausgedehnte Touren. Was diesen Ort so reizvoll für Fahrradbegeisterte macht, sind die unterschiedlichen Möglichkeiten: Das Flachland Es Pla bietet unendlich viel Raum für relativ unangestrengte Fahrradtouren. Gleichzeitig warten im Norden die Bergstrecken der Serra de Tramuntana darauf, engagierten Radsportlern die Waden zu stählen.

Wer in Moscari seine Zelte aufschlägt, wird auf jeden Fall das ursprüngliche Mallorca kennenlernen. Schafsgeblöke, Vogelzwitschern und Kirchenglocken sind die einzigen Lärmbelästigungen mit denen man zu rechnen hat. Darüber hinaus ist dieser Ort auch eine perfekte Ausgangsposition für kleine Tagesausflüge. In Sachen Olivenöl und Wein kann man sich in der näheren Umgebung einen sinnlichen, kulinarischen Überblick verschaffen. Im Winter bezaubert die Mandelblüte und im Herbst kann man die Olivenernte hautnah miterleben. In den kleinen wenigen Gassen von Moscari wird man sich kaum verlaufen und Fotobegeisterte finden alle paar Meter reizvolle Kontraste und Blickwinkel.

Wer sich von der Überforderung unzähliger Auswahlmöglichkeiten erholen möchte, wer müde ist, immer Entscheidungen treffen zu müssen, der ist hier genau richtig. Es gibt eine Tapas Bar und ein Restaurant. Ist das nicht herrlich? Keine Diskussionen, keine Qual der Wahl. Hier kann man sich fallen lassen und sein Abendessen, seine Drinks in mallorquinisch-dörflicher Atmosphäre genießen. Einmal im Jahr ist allerdings richtig was los in Moscari. Am 26. Juli wird Santa Ana, das Patronatsfest von Moscari gefeiert. Vielleicht lässt es sich ja einrichten?

Eine interessante Abwechslung bietet ein Besuch der Höhle von Campanet. Sie ist gerade einmal einen Kilometer von Moscari entfernt. Das beste an dieser Tropfsteinhöhle ist, es fehlen hier jegliche Licht- und Musikeffekte. Genau das macht letztendlich den natürlichen Zauber dieser besondern Höhle aus. Wie wird aus den Oliven Olivenöl? Neugierige können dies in der Ölmühle im Nachbarort Caimari beobachten. Auch auf Strand und Meer muss man bei einem Aufenthalt in Moscari nicht gänzlich verzichten. Nur 25 km entfernt findet man in Alcudia alles, um sich auch mal eine Abwechslung vom Dorfleben zu gönnen.

Ein Ausflug nach Inca, immerhin die drittgrößte Stadt Mallorcas, kann den Hunger einiger Familienmitglieder nach urbanen Leben stillen. Bis Inca sind es gerade einmal 20 Minuten mit dem Auto. Eine Kombination aus Bus und Taxi ist auch möglich. Dort heißt es wieder, wählen und Entscheidungen treffen, das Angebot an Restaurants, Cafés und Bars ist groß. Kurzum, Moscari ist aufregend unaufgeregt. Es ist ideal für diejenigen, die ihren Landsleuten eher homöopathisch dosiert begegnen und dafür lieber etwas von der Natur auf Mallorca und dem ursprünglichen, mallorquinischem Landleben erleben wollen.

Orient

Ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber. Inmitten der imponierenden Natur der mallorquinischen Berge befindet sich das pittoreske Dorf Orient. Dank der abgeschiedenen Lage wird das Ortsbild durch geschichtsträchtige Bauwerke, auffällige Terrassen und wunderschöne Mandel-, Äpfel- und Olivenbäume geprägt. Der winzige Ort wirkt verschlafen, besticht jedoch mit einer ruhigen und gemütlichen Atmosphäre. Hier erleben die Besucher hautnah den unnachahmlichen Charme der typischen mallorquinischen Bergdörfer: wenige Häuser, eine Kirche und einige Restaurants, umgeben von den majestätischen Bergen der Baleareninsel. Aus diesem Grund ziehen Orient und seine Umgebung passionierte Wanderer und Bergfreunde an. Auf Mallorca existiert kaum ein anderer Ort, der so ruhig und naturnah gelegen ist.

Willkommen im Dorf der aufgehenden Sonne. Durch seine Lage im Osten der Serra de Tramuntana hat Orient den Beinamen „das Dorf der aufgehenden Sonne“ erhalten. Die Landschaft zwischen der Serra d´Alfàbia und dem Puig d´Alaró wird hier durch die an Hängen von den Mauren angelegten Terrassen geprägt. Seit 2010 steht der ganze historische Kern von Orient unter Denkmalschutz. So ist das Bergdorf offiziell als Bien de interés cultural (BIC) eingetragen. Zur historischen Kulturerbe der Region gehört auch die Kirche Sant Jordi, die auf der Insel als Wallfahrtsort bekannt ist. Nachdem Erzherzog Ludwig Salvator das Gotteshaus in seinem Werk „Die Balearen“ erwähnt hat, empfängt das kleine Kirchlein zahlreiche Besucher. Es befindet sich am höchsten Punkt des Bergdorfes und offenbart ein schönes Innere, das vor allem für Kunstbegeisterte interessant ist.

In kulinarischer Hinsicht zeigt Orient neben dem attraktiven Restaurant Mandala auch eine der schönsten hölzernen Ölmühlen, die zum Restaurant umgebaut wurde und zum etwa 600 Jahre alten Gebäude des heutigen Hotels L’Hermitage gehört. In authentischer, historischer Atmosphäre verwöhnen hier köstliche regionale Spezialitäten die Sinne der Besucher. Im Sommer herrscht mehr Verkehr in der Gegend, da Orient als Ausgangspunkt und Zwischenstation für viele Wanderungen in den Bergen der Serra de Tramuntana bevorzugt wird. Die Umgebung des charismatischen Bergdorfs hält imponierende Naturwunder bereit. Wasserfälle, Schluchten und Höhlen, sowie die saftig grünen, dicht bewachsenen Berge laden zu spannenden Entdeckungstouren ein.

Die Schönheit der Natur in Orient entdecken. Dank der abgeschiedenen Lage in den Bergen und der gut erhaltenen, traditionellen Architektur zieht Orient zahlreiche Wanderfreunde an. In der Haupturlaubszeit und an den Wochenenden kommen viele Reisende hierher, um die Wunder der mallorquinischen Natur hautnah zu erleben. Naturliebhaber entdecken in dieser Region ein Paradies auf Erden. Die malerischen Berge der Serra de Tramuntana erstrecken sich von Pollença im Norden bis nach Andratx im Süden. Die wilde Gebirgskette mit dem höchsten Gipfel Mallorcas, Puig Major, beherbergt spannende Wanderrouten für geübte Bergsteiger, aber auch für Anfänger. Auf abgelegenen Pfaden bewegt man sich hier durch die wunderschöne Berglandschaft.

Zwischen Orient und der größeren Ortschaft Santa Maria entdecken Wanderer die Höhle Avenc de Son Pou. In diesem riesigen, 50 Meter hohen Höhlendom verstecken sich wunderliche Tropfsteine. Durch ein Loch in der Felsendecke gelangt auch Tageslicht ins Inneren der Höhle. Über einen künstlich angelegten Tunnel erreichen die Besucher das Innere des Naturwunders und entdecken einen gigantischen Raum, der den Betrachter in Erstaunen versetzt. Zugänglich ist die Höhle nur sonntags, um sie vor Vandalen zu schützen. Beeindruckend ist auch der 16 Kilometer lange Sturzbach Torrent de Coanegra.

Petra

Ein Kleinod in der Mitte Mallorcas. Petra ist ein verträumter kleiner Ort in der Mitte von Mallorca, der vom großen Massentourismus verschont geblieben ist. Wer Ruhe und Entspannung sucht, der ist in der Stadt genau richtig. Sie wird vor allem von Tagesgästen besucht, die einen Ausflug von den Küstenstädten aus ins Landesinnere unternehmen. Kennzeichnend für das Stadtbild von Petra sind die engen und rechtwinkligen Gassen. Sie erinnern an ein Schachbrett und lassen erahnen, wie eine Stadt in Mallorca im Mittelalter geplant und angelegt wurde. Die historischen Gebäude der Altstadt bestehen aus Mares, einem goldbraunen Bruchstein aus der Region. Auf einem Spaziergang durch die Straßen laden romantische kleine Cafés zum Verweilen ein.

Die Geschichte von Petra und die Verbindung zu Weltmetropolen. Im Jahre 1713 wurde Miguel Ferrer als Sohn einer Bauernfamilie im Ort geboren. Er ist der spätere Missionar und Franziskaner Mönch Fray Junipero Serra, dem heute ein Museum in der Stadt Petra gewidmet ist. Nachdem Miguel Ferrer im Alter von 16 Jahren in den Orden eingetreten ist, wurde er bereits ein Jahr später zum Priester ernannt. Im Laufe seines Lebens reiste der Mönch als Missionar unter anderem nach Kalifornien und Mexiko, um dort missionarisch tätig zu werden. Gemeinsam mit seinen Ordensbrüdern gründete er 21 Missionen. Viele der gegründeten Orte haben sich zu heute weltberühmten Städten entwickelt. Unter ihnen befinden sich Metropolen wie Los Angeles, San Francisco und San Diego, dessen Namensgebung direkt auf Fray Junipero Serra zurückzuführen ist. Er gilt daher als Gründer von San Francisco und wird in der Stadt dementsprechend gefeiert.

Exquisite Weine in Petra genießen. Seit Anfang der 1990er Jahre wird die Region um Petra in einem immer stärker werdenden Maße für den Weinanbau genutzt. Es wurden zahlreiche neue Rebsorten eingeführt und immer neue Gebiete wurden für die Anpflanzung von Rebstöcken erschlossen. Heute haben sich vor allem die roten Traubensorten Callet, Tempranillo, Manto Negro und Fogoneu bewährt. Im Bereich der Weißweine dominieren die Traubensorten Moscatel, Parellada und Chardonnay. Dank des kalkhaltigen Gesteins und des leicht alkalischen pH-Wertes des Bodens bietet die Region Petra ideale Bedingungen für den Anbau. In der Stadt finden sich zahlreiche Weinkellereien und Restaurants, in welchen Urlauber die Weine verkosten und mit einem typisch mallorquinischen Essen verbinden können.

Museen, Klöster, Kirchen und so Kultur in Petra erleben. Bereits von Weitem ist der mächtige Turm der Pfarrkirche San Pere zu sehen. Der sechseckige Glockenturm weist eine beachtliche Höhe von 31 Metern auf. Die gewaltige Fensterrose und die großen, offenen Arkaden zeichnen diesen Gebäudekomplex aus. Im Arkadenbereich wird durch ein Denkmal die Bäuerin geehrt. Der Innenbereich ist mit dem originalen Taufbecken des bekannten Sohnes der Stadt ausgestattet, in welchem Miguel Ferrer 1713 getauft wurde. Wer eine ausgedehnte Wanderung mit Kultur und Geschichte verbinden möchte, der macht sich auf den Weg zum Kloster Santuari de la Mare de Déu de Bonany, welches in Richtung Westen von Petra liegt und auf das Jahr 1677 datiert wird. Eine Seltenheit auf der Insel ist die Molins de vent, eine von lediglich 19 Mehl-Windmühlen Mallorcas. Das Museu Juniper Serra wurde in Erinnerung an den Franziskanerpaten Fray Junipero Serra eröffnet.

Wunderschöne Wanderwege durch die Region um Petra. Der Puig de Bonany wurde zum Landschaftsschutzgebiet erklärt und ist heute ein beliebtes Ziel für Wanderausflüge. Das Bild ist geprägt von weidenden Tieren auf blühenden Wiesen sowie verschiedenen Obstbäumen. Auf dem Berg befindet sich die Wallfahrtskirche Santuari de la Mare de Deu de Bonany. Die Kapelle des Klosters wurde zu Ehren einer Madonnenfigur errichtet, welche einer Legende nach große Taten vollbracht haben soll. Nach einer schweren Dürre soll die Figur das Flehen der Bauern erhört haben und das Land mit Regen beschenkt haben. Sie trägt daher seitdem den Namen Nuestra Senyora de Bonany, was mit Unsere liebe Frau des guten Jahres übersetzt werden kann. Die Kapelle auf dem Berg ist ein beliebter Wallfahrtsort und das Kloster verfügt über eine Pilgerherberge. Besonders faszinierend ist der Ausblick, welchen man vom Gipfel aus genießt: Besucher können den Blick über die Zentralebene es Pla de Mallorca, die Bucht von Alcudia, das Tramuntana-Gebirge und die Serra de Llevant schweifen lassen. Vor dem Abstieg kann eine kleine Stärkung im Café eingenommen werden.

Pina

Die authentische Atmosphäre Mallorcas. Als Teil der mallorquinischen Region Pla de Mallorca, befindet sich Pina im Inselinneren, rund 30 Kilometer von der Hauptstadt Palma entfernt. Die idyllische Ortschaft mit rund 540 Einwohnern gehört zur Gemeinde Algaida. Ungefähr 7 Kilometer liegen zwischen Pina und der Ortschaft Algaida. In der Nähe, rund 10 Kilometer nordöstlich von Pina, befindet sich die Stadt Sineau. Die Gegend rund um Pina beeindruckt durch weitläufige Grünflächen, saftig grüne Wiesen und einen reichhaltigen Baumbestand. Im Dorf selbst hinterlässt die geschichtsträchtige Architektur bleibende Eindrücke. Der pittoreske Charme der kleinen Ortschaft lädt zum Träumen und Entspannen ein.

Das verträumte Flair vergangener Epochen. Das urgemütliche Dorf Pina verzaubert mit charismatischer Idylle. Weitab des Massentourismus auf der Baleareninsel, genießen die Besucher von Pina ungestörte Ruhe in einer authentisch mallorquinischen Umgebung. Die kleine Ortschaft zeigt Reisenden eine traditionelle Architektur, die nahezu jedes Haus im Dorf prägt. Zu den sehenswerten architektonischen Schätzen von Pina gehört die Pfarrkirche Sants Cosme i Damià aus dem Jahr 1853. Das Gotteshaus mit angrenzendem Franziskanerinnen-Kloster ist durch die zwei imposanten Glockentürme von weitem zu sehen. Diese Kirche ist die einzige auf der ganzen Baleareninsel, deren Innenbereich handbemalt wurde. Die Hauptkirche besitzt ein Kirchenschiff und zwei miteinander verbundenen Seitenkapellen. Die Abbildungen an den Wänden der Kirche wurden von der Jungfrau Maria inspiriert. Beeindruckende Fresken von Vicenç Mates und weiteren Künstlern schmücken das Innere der berühmten Pfarrkirche. Benannt wurde sie nach den zwei Schutzheiligen Sant Cosme und Sant Damian, die zur damaligen Zeit als Ärzte arbeiteten.

An vergangene Zeiten erinnert in Pina auch der gepflasterte Ortsplatz mit Steintrögen. Die alte Quelle auf dem Platz ist versiegt. Einige Sitzplätze unter schattigen Bäumen laden hier zum gemütlichen Verweilen ein. Die Quelle von Pina verbindet verschiedene bauliche Elemente harmonisch miteinander und setzt sich aus der Quelle selbst, einem Sandsteingewölbe und dem Säulengang zusammen, der die Waschtröge und die Wasserkanäle überdacht. Man erreicht die Quelle über einige Stufen. Ein weiteres Fundstück aus alten Zeiten stellt der Brunnen Font de Pina dar. An diesem Brunnen haben früher die Frauen des Ortes ihre Wäsche gewaschen. Das steingemauerte Waschhaus entdecken die Besucher in einem versteckten Innenhof, der über einen Laubengang zu erreichen ist.

Im Zentrum von Pina findet jeden Dienstag ein Wochenmarkt statt. Frisches Obst und Gemüse aus der Gegend, mediterrane Köstlichkeiten und regionale Spezialitäten werden hier angeboten. Ansonsten sind im Ort wenige Geschäfte und einige gastronomische Betriebe zu entdecken. Zwei Bars in der Nähe von Plaça Major bieten erfrischende Getränke – der perfekte Abschluss an einem heißen Sommertag auf der Insel.

Erholung in malerischer Umgebung. Gelegen in der flachen Region Pla de Mallorca, offenbart Pina eine naturbelassene Umgebung geprägt von weitläufigen Wiesen und kleinen Erhebungen. Die saftig grüne Landschaft lädt zu ausgedehnten Spaziergängen und Wanderung inmitten der charismatischen Natur des Mittelmeerraumes ein. Für Fahrradtouren eignet sich die Gegend von Pina ebenfalls hervorragend. Attraktive Ausflugsziele sind in den zahlreichen kleinen Ortschaften im Inselinneren zu entdecken. Algida, Lloret oder Sencelles sind nur wenige Kilometer von Pina entfernt. So eignet sich Pina als idealer Ausgangspunkt für spannende Entdeckungstouren im Herzen der Baleareninsel. Den internationalen Flughafen in Palma erreichen Reisende ebenfalls in wenigen Autominuten.

Porreres

Ruhe und Gemütlichkeit nach mallorquinischer Art. Gelegen ist Porreres abseits der Hauptverkehrsstraße, die von Palma aus, über Llucmajor und Campos, zu Santanyí im Südosten der Insel führt. Aus diesem Grund bietet die idyllische Ortschaft keine schnelle, direkte Verbindung zur Hauptstadt der Insel. Darin liegt jedoch auch der besondere Charme der Gegend. Ruhig, malerisch und naturgeprägt zeigt sich Porreres und verzaubert die Besucher mit verträumter Gemütlichkeit. Rund 5000 Menschen leben in diesem entzückenden Städtchen, die nach dem berühmten Ritter Guillem de Porrera benannt wurde. Als wichtige Einnahmequellen von Porreres dienen der Weinanbau und der Aprikosenhandel.

Architektonische Schätze. Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der kleinen Ortschaft Porreres gehört an erster Stelle die Ende des 17. Jahrhunderts erbaute Pfarrkirche Nostra Senyora de la Consolació. Das ungewöhnlich große Gotteshaus prägt das Ortsbild. Durch die imponierende Größe und die besondere Fensterrosette aus dem Jahr 1798 gilt die Pfarrkirche auch als Kathedrale des ländlichen Mallorcas. Hochgewachsene Palmen umringen das beeindruckende Gotteshaus. Im Inneren der Kirche entdecken die Besucher einen von Josep Sastre im Jahr 1762 erschaffen Altar. Charmante Kachelbilder und ein Kirchenschatz aus dem 14. Jahrhundert ergänzen die prachtvolle Atmosphäre. Neben dem Eingang der Kirche befindet sich ein Gedenkstein mit Halbplastik vom Bischof Opispo Pedro Juan Campins Barcelo Mallorca.

Die Pfarrkirche eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für einen Ausflug zum Kloster Santuarie de Montision, wo sich ein wunderbarer Ausblick über die Insel eröffnet. Santuari de Montision befindet sich auf einem Berg, rund 4 Kilometer südlich von Porreres entfernt. Vom Parkplatz vor dem Kloster aus führt eine Treppe in den Innenhof. Im Kloster wurde 1551 eine Religionsschule für Priester eröffnet.

In der Gegend sind auch zahlreiche Museen zu entdecken. Einen Besuch wert ist das Museum für zeitgenössische Kunst Museo municipal de arte contemporaneo. Im Rathaus befindet sich das kleine Museum Museu i Fons Artístic de Porreres. Neben bekannten Werken von Dionís Benàssar und Cándido Ballester sind an diesem charismatischen Ort auch zwei Originalgemälde von Salvador Dali, sowie Werke von Joan Miro und Navidad zu besichtigen. Auf dem Plaza de Toros in Porreres erwartet die Besucher die Stierkampfarena.

Für alle Harley Davidson Fans und auch für die restlichen Besucher von Porreres bietet sich die Harley-Finca Mallorca als eine spezielle Attraktion an. Die gesamte Finca, das Haupthaus und die Zimmer sind im Harley-Style gestaltet. Hier können Reisende auch Motorräder anmieten und das Inselinnere erkunden.

Traditionell und beschaulich. In Porreres findet jeden Dienstag ein gut besuchter Wochenmarkt statt. Neben zahlreichen Obst- und Gemüsesorten aus der Region, entdecken die Besucher des Marktes auch traditionell mallorquinisches Handwerk aus. Weiterhin präsentieren die Händler Kleidungsstücke und Schuhwerk. Die einzelnen Marktstände erstrecken sich vom Hauptplatz aus, bis in die urigen Gassen der Ortschaft, entlang der vielen Bars. Gerne setzt sich hier ab und zu ein Einheimischer mit seiner Gitarre und spielt schöne Melodien. Die Musik vermittelt ein ganz besonderes, mediterranes Flair. Im Oktober findet in Porreres das große Stadtfest Fira de Tardor statt. Neben bunten Verkaufsständen veranstaltet man auch einen Streichelzoo. Präsentiert und verkauft werden traditionelles Handwerk sowie inseltypische Spezialitäten.

Randa

Randa, ein kleines Dorf mit mediterranem Flair, liegt im Herzen von Mallorca, der größten Insel der spanischen Balearen. Der Name des Dorfes dürfte sich aus Arrenda, dem arabischen Wort für Lorbeerbaum ableiten. Randa mag unscheinbar wirken, doch wer sich auf einen Besuch einlässt und verweilt, merkt bald, wie reich das Dorf in Wahrheit ist. Im Mittelpunkt des dörflichen Lebens steht die Pfarrkirche der Unbefleckten Empfängnis, die im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Die reich geschmückte Kirche besticht mit einem Tonnengewölbe und wurde zum Gedenken an Raimund Lull gebaut.

Der gleichnamige Berg, der Puig de Randa ist 543 Meter hoch und ist wegen seiner imposanten Erscheinung, einem Plateau, von weitem sichtbar. Vom Dorf Randa führt eine schmale Straße zum Puig de Randa. Aber es gibt noch drei weitere Gründe, warum die Umgebung von Randa so gefragt ist. Nahe der knapp vier Kilometer langen Serpentinenstraße liegt die Wallfahrtskirche Nostra Senyora de Gracia und der Schrein von Sant Honorat. Eine historische Kapelle ist eine beliebte Location für Hochzeiten. Die Ermita de Sant Honorat selbst wurde 1394 erbaut, und zwar vom Ritter und Einsiedler Arnau Desbrull. Auch von dieser Einsiedelei aus genießt man eine überwältigende Aussicht. Am Gipfel selbst befindet sich der größte der drei Schreine, der Schrein von Cura.

Die schönste der drei Einsiedeleien allerdings soll das Sanctuari de Nostra Senyora de Gracia sein. Dramatisch gefährlich, einem Schwalbennest gleich, klebt diese Einsiedelei quasi an einer Steilwand und ist selbst vom Tal aus sichtbar. Schon im 15. Jahrhundert befand sich hier eine Wallfahrtskapelle des Franziskanerorden. Die jetzige Kirche, 1622 bis 1691 erbaut, zeigt eine Marienfigur des 15. Jahrhunderts des bekannten Bildhauers und Malers Gabriel Móger, einem Mallorquiner.

Die Landschaft rund um das idyllische Dorf zeigt sich in der für Mallorca so typischen Fauna. Eichen und Pinien säumen das Land, das für viele Tiere und Pflanzen einen idealen Lebensraum bietet. Naturfreunde genießen diesen Landstrich besonders, der aufgrund seiner einzigartigen Tierwelt mit Schleiereulen, Zaunkönigen und Siebenschläfern als Naturgebiet eingestuft wurde. Vom Gipfel des Puig de Randa aus bietet sich ein fantastischer Blick vom Tramuntangebirge bis zur Bucht von Alcúdia, Formentor mit seinem Aussichtspunkt und der Bucht von Palma de Mallorca. Nicht nur Wanderfreunde genießen diese Tour, die das ursprüngliche Mallorca und sein wunderschönes Hinterland auf die schönste Art zeigen.

Da der Puig de Randa viele Jahrhunderte lang franziskanische Einsiedeleien beherbergt gilt er als heiliger Berg, von denen heute noch drei exisiteren. Das Santuari Senyora de Cura de Randa ist zu besichtigen und bietet sogar Übernachtungsmöglichkeiten. Die sogenannten Santuaris sind wie das Kloster Lluc wichtige Wallfahrtsorte für die gläubige Bevölkerung auf Mallorca. Wer die Einsamkeit und Stille sucht, ist hier auf dem Puig de Randa oder dem gleichnamigen idyllischen Dorf richtig, denn besinnlicher kann es angesichts dieser Schönheit, die man vor Augen hat, kaum werden. Eine willkommene Auszeit für alle, die etwas vom ursprünglichen Zauber Mallorcas erfahren möchten. Die Beschaulichkeit des Dorfes, der Zauber der Einsiedeleien und immer wieder unvergessliche Aussichten auf Deutschlands beliebteste Ferieninsel: Wofür man sich entscheidet, man wird mit einem entspannten Lächeln weiterfahren und Randa in bester Erinnerung behalten.

Santa Eugenia

Mitten im Herzen der größten balearischen Insel, Mallorca, liegt Santa Eugénia. Die kleine Stadt verteilt sich mit ihren Häusern auf dem Berghang, ein tolles Fotomotiv ist garantiert. Je höher man steht, desto weitläufiger und eindrucksvoller erlebt man das unglaubliche Panorama vom jeweiligen Aussichtspunkt. Es lohnt sich also durchaus, Santa Eugénia bis zu seinem Höhepunkt zu entdecken. Idylle und Highlights aus der maurischen Vergangenheit der Insel erwarten die Besucher in der kleinen Stadt, die schon von weitem das Herz der Urlauber erobert. An manchen Ecken hat man das Gefühl, als bliebe die Zeit stehen. Auch der Platz mit seinem Brunnen ist so ein Juwel der Besinnlichkeit. Der Name der knapp 20 Quadratkilometer großen Stadt leitet sich von dem Gehöft Bernat de Santa Eugénia ab, einer mittelalterlichen Siedlung, die zur maurischen Zeit als Gehöft Benibazari bekannt war.

Waren es einst Viehzucht und Landwirtschaft, setzten die Römer in Santa Eugénia auf Getreideanbau und Weinberge. Erst nach der katalanischen Eroberung stand der Anbau von Gemüse und Obst im Fokus. Heute ist Santa Eugénia ein lohnendes Ziel, um Mallorca von einer anderen Seite kennenzulernen. Bei einem Spaziergang durch das idyllische Städtchen ist die Pfarrkirche, entstanden zwischen 1699 bis 1716, sowie die Windmühlen von „es Puget“ zu bewundern. In Santa Eugénia befindet sich der einzige jüdische Friedhof auf ganz Mallorca, was sich durch eine frühere Ansiedlung von Juden, einem Zentrum für Juden in Santa Eugénia, erklärt. Die Mühle Molií de Son Pau aus Bruchstein ist eine von drei Kornmühlen, die noch erhalten sind.

Geschichte zeigt sich vor Ort deutlich, denn hier findet man mehrere Höhlen aus vortalayotischer Zeit wie die Höhle Des Puget oder Puig de Santa Eugenia. Eindrucksvolles Beispiel der Talayot-Kultur ist die Fundstätte Es Rafal mit einem runden, großen Talayot. Der Zoo Natura Park ist nicht nur Kinder sehenswert, denn der Park bietet auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern mehr als 400 exotischen, aber auch einheimischen Tieren Lebensraum. Waschbären, Marabus, Flamingos und Affen leben hier und versprechen großen und kleinen Besuchern spannende Begegnungen. Besonders der Schmetterlingsgarten ist faszinierend angesichts der bunten Vielfalt an Schmetterlingen, die dem Besucher einen schillernden Empfang bereiten. Einziger Wermutstropfen ist die hohe Luftfeuchtigkeit und vor allem die Wärme, die manchmal sogar die mediterranen Außentemperaturen Mallorcas übertrumpft.

Beim gemütlichen Flanieren durch Santa Eugénia stößt man auf das einstige Kloster, erbaut im 15. Jahrhundert, das heute ein Luxusrestaurant beherbergt und einen herrlichen Panoramablick auf das Tramuntanagebirge bietet. Santa Eugénia ist vor allem bei den Mallorquinern ein beliebtes Ziel, denn von hier kann man zur Jungfrau von Lourdes beten. Mit mehr als 100 Treppenstufen, von Mandelbäumen gesäumt, bleibt genügend Zeit für ein Gebet, während man zu den Naturhöhlen hochsteigt. In der ehemaligen Höhle der Tauben, Cova dels Coloma stehen eine Holzskulptur, die einst ein Pfarrer dort aufgestellt hatte sowie ein Brunnen. Seitdem wird hier am 11. Februar ein Gottesdienst zu Ehren der Jungfrau von Lourdes abgehalten.

eden Samstag ist es mit der Beschaulichkeit und Ruhe in Santa Eugénia vorbei, denn an diesem Tag findet der für Mallorca typische Wochenmarkt statt. Lebensmittel und vieles mehr werden feilgeboten, sodass für die Besucher gewiss das eine oder andere Souvenir oder leckeres Mitbringsel zu finden ist.

Santa Maria del Cami

Im Nordwesten von Mallorca, der größten Baleareninsel, erwartet die Besucher ein idyllisches Städtchen namens Santa Maria del Cami, das sich den Ursprung von Mallorca und das mediterrane Flair erlebbar macht. Die Übersetzung von Santa Maria del Cami ist nicht zufällig, denn tatsächlich bildet Sankt Maria des Weges auf der Hauptroute von Palma nach Inca, aber auch nach Alcúdia, eine wichtige Stellung. Der Flughafen Son Sant Joan ist nur zwölf Kilometer entfernt, also ideal, um rasch ins Urlaubsfeeling zu kommen. Betonwaren und Lederwaren sind der wirtschaftliche Fokus von Santa Maria del Cami, dessen Namen aus dem Maurischen stammt.

Eine Sehenswürdigkeit, die man als Besucher nicht versäumen sollte ist die Pfarrkirche Santa Maria. Die Kirche wurde rund um 1216 erbaut und entzückt mit einem Steingarten, der die Kirche umsäumt. In der Kirche befindet sich am Hochaltar ein Bildnis der Maria. Die Innenausstattung stammt von Francisco Herrera. Der Kreuzweg Convento de Minimos nahe der Hauptstraße von Santa Maria del Cami ist heute als Monumento Historico Artistico Provincial bekannt. Der Kreuzweg zählt als der schönste auf ganz Mallorca. Im Kloster befindet sich ein Museum – Museo Balear – das in dem Gemäuer mallorquinisches Brauchtum und Trachten der vergangenen Jahrhunderte präsentiert.

Santa Maria del Cami hat sich seinen mallorquinischen Charme bewahrt. Wohltuende Ruhe und herrliche Ausblicke auf Deutschlands beliebteste Ferieninsel sind der Lohn, wenn man die kleine Stadt im Nordwesten von Mallorca besucht. Von Santa Maria del Cami aus ist die Inselhauptstadt Palma gut zu erreichen. Viele Urlauber genießen nicht nur die Ruhe, sondern finden hier einen Ort der Besinnlichkeit, der es dennoch an mediterranem Lebensgefühl nicht mangeln lässt. Die Gastfreundschaft der Mallorquiner tut ein Übriges, damit man sich hier wohlfühlt und Santa Maria del Cami in sein Herz schließt.

Einladende Spaziergänge, bei denen man die Schönheiten von Santa Maria del Cami und die idyllische Landschaft genießen kann, prägen den Alltag ebenso wie die Einkehr in eine typische Bodega oder ein Café, um den Urlaub auf Mallorca aus einer anderen Perspektive zu erleben. In Santa Maria del Cami wird eine alte Tradition wieder wachgerüttelt, denn die Weberkunst in blauen Tüchern, dem Teixit de Ilengos, wird von den Santamariers, wie sich die Einheimischen von Santa Maria del Cami nennen, ist sehenswert. Es ist schön die Leidenschaft mitzuerleben, wie diese alte Handwerkskunst wieder zu neuem Leben erweckt wird.

Der maurische Ursprung von Santa Maria del Cami ist heute nicht nur am Namen erkennbar, aber auch die Römer erkannten die Bedeutung des kleinen mallorquinischen Städtchens. Die zentrale Lage und gute Erreichbarkeit auf dem Weg nach Palma bot den Römern damals eine willkommene Raststätte. Wer Santa Maria del Cami etwas lebhafter sehen möchte, kommt am besten sonntags zum großen Wochenmarkt der Stadt. An den bunten Ständen gibt es frisches Obst wie Melonen oder Mandarinen, aber auch Obst, Fleisch, Kleidung und vieles mehr, was die Mallorquiner im Alltag und Urlauber als Souvenir brauchen könnten. Santa Maria del Cami ist auf jeden Fall einen Besuch wert und sei es nur, um das ursprüngliche Mallorca zu sehen und beim nächsten Urlaub ein wenig mehr Zeit unter den Platanen zu genießen.

Sant Joan

Vom Flughafen aus sind es gerade einmal 30 km bis nach Sant Joan. Auf der Ma 15 führt kurz vor Vilafranca die Ma 3222 bis nach San Joan hinein. Aber auch auf kleineren Straßen nordostwärts der Hauptstraße erreicht man auf asphaltierten Feldwegen durch die Es Pla Ebene das versteckte Dorf. Vorbei an Feldern, knorrigen Olivenbäumen, großen Landgütern und gelegentlichen Hügeln kann der Blick weit in die Ferne schweifen. Trockenmauern zu beiden Seiten kündigen Sant Joan an. Überhaupt bestimmen graue Natursteinmauern und aneinandergereihte, einstöckige, graue Häuser mit grünen Fensterläden und Türen, im alten mallorquinischen Stil, das Straßenbild. Die Restaurant- und Caféhausdichte ist sehr überschaubar. Was gibt es hier zu entdecken, außer einigen Mallorquinern beim Erleben ihres Alltages zuzuschauen?

Man könnte sagen, die Hauptattraktion von Sant Juan ist, dass es einer der wenigen Orte ist, wo man noch ein unverfälschtes, altes Mallorca entdecken kann. Somit ist es ein kleines Juwel auf der gutbesuchten und viel bereisten spanischen Baleareninsel.

Zunächst einmal lässt sich bereits der Termin des Besuches auf einen Tag legen, an dem etwas los ist in Sant Joan. Der Wochenmarkt, Donnerstagmorgens ist ein guter Einstieg. Die alten Gassen sind belebter als sonst und man bekommt einen Überblick darüber, welche Agrarerzeugnisse in dieser Region eine wichtige Rolle spielen. So stößt man immer wieder auf die Tomatiga de ramallet. Das ist eine alte mallorquinische Tomatensorte. Diese Tomaten werden traditionell an einer Schnur befestigt und das Ganze sieht dann aus wie ein dreidimensionales Molekülkettenmodell. Das ist nicht nur hübsch anzusehen, es soll auch die Haltbarkeit der Tomaten erhöhen. Eine weitere Spezialität, in ganz Europa bekannt, sind die Wurstwaren. Die Blutwurst, Botifarrón, und die Prädikatswurst Sobrasada de Mallorca, werden hier hergestellt. Eine besondere Spezialität ist die Verwendung einer alten Schweinerasse porc negre (schwarzes mallorquinisches Schwein) für die Herstellung der Sobrasada.

Dies führt den Besucher gleich zu einem weiteren Highlight dieser kleinen Ortschaft, die über Jahrhunderte hinweg durch Ackerbau und Viehzucht geprägt ist. Ungefähr drei Kilometer südlich vor Sant Juan befindet sich der herrschaftliche Landsitz der Familie calderes „Els Calderers“. Erst seit 1992 ist das Gut aus dem 18. Jahrhundert auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein Rundgang gibt lebhafte Einblicke in einen adeligen Landwirtschaftsbetrieb und Weingut. In den Stallungen trifft man auch wieder auf das Porc negro, das schwarze mallorquinische Schwein, und andere einheimische Haustierrassen. Weiter geht es dann durch einen Weinkeller, alte Werkstätten und einer Kornkammer mit den Agrarprodukten und landwirtschaftlichen Geräten.

Wieder in San Juan Mitte angekommen wartet dort eine weitere Attraktion, unübersehbar und imposant. Die Kirche Sant Joan Baptista. Eine Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert, mit einer sehenswerten Innenausstattung. Zum Thema Kirche gleich noch einige Termine für die Feierlichkeiten. Diese sind in Sant Juan strategisch günstig übers Jahr verteilt und werden ausgiebig gefeiert. Die Feste hier sind, wie in allen anderen Orten auf der Insel auch, fast immer religiösen Ursprungs: Festa de Pa i Peix oder Fira de Sant Joan findet am 4. Fastensonntag statt. Es gibt ungesäuertes Brot mit Fischfüllung in Gedenken an die Vermehrung von Brot und Fisch durch Jesus. Festa del Sol que Baila, das Fest der tanzenden Sonne am 24. Juni.
– Festa de l’Estiu, das Sommerfest am 29. August.
– Festa des Botifarró, ein Dankesfest an die mallorquinische Blutwurst am ersten Sonntag im Oktober.

Selva

Selva ist eine gewachsene, historische Ortschaft, die zwar keinen Strand, aber dafür viel Abwechslung zu bieten hat. Bei der Anfahrt sieht man Selva schon von Weitem mit seiner großen, gotische Kirche. Die Gemeinde Silva umfasst außer der gleichnamigen Ortschaft noch vier weiter Örtchen namens Biniamar, Caimari, Binibona und Moscari, zusammen leben hier knapp 4.000 Einwohner. Gerade auf Mallorca lohnt es sich, auch die Inselmitte gründlich zu erforschen. Statt Sand zwischen den Zehen und Salz auf der Haut, Felsen unter denn Sandalen, jadegrün schimmerndes Olivenöl auf der Zunge und blühende Mandelbäume soweit das Auge reicht. Letzteres allerdings nur im Januar, Februar zur Blütezeit.

Von Palma de Mallorca aus gibt es eine gute öffentliche Verkehrsanbindung. Nach Selva gelangt man mit dem Bus, dem Zug oder auch mit einem Taxi. Bei der Auswahl von Unterkünften in dieser Region gibt für jeden etwas, vom Luxushotel bis zur einfachen Ferienwohnung. Besonders empfehlenswert ist hier der Aufenthalt auf einem landwirtschaftlichen Gut, Stichwort Agrotourismus-Finca. Früher lebten die meisten von der Holzproduktion, heute arbeitet fast die Hälfte der Einwohner in der Lederfabrik Kollflex. Weitere wirtschaftliche Standbeine sind die Landwirtschaft und der Tourismus.

Was macht diese abwechslungsreiche Region im Landesinneren für den Reisenden so attraktiv? Wer von der Hauptstraße M33 abbiegt und auf der M2130 durch die ausgedehnten Baum Plantagen auf Selva zufährt, sieht schon von Weitem die imposante Kirche Sant Llorenc. Sie liegt inmitten der kleinen Häuser, vor einem eindrucksvollen Bergpanorama. In der vorgelagerten Ebene Es Pla überwiegt eine Trockenkultur mit Oliven-, Mandel-, Feigen- und Johannisbrotbäumen. St. Lorenz ist der heilige Schutzpatron von Selva. Viele Gebäude in den engen und bergigen Gassen der Altstadt erzählen von der bewegten Geschichte dieser Region. Sie reicht zurück weit bis ins 11. Jahrhundert. Die Pest, unzählige Aufstände, wechselnde Patriachen und Besatzungen, nicht zuletzt auch die Räuberbanden aus den Bergen, sie alle hinterließen hier ihre historischen Spuren.

Langeweile wird nicht aufkommen. Naturbegeisterte können immer wieder neue Wanderwege durch den Nationalpark Serra de Tramontana für sich entdecken. Die Schwierigkeitsgrade auf den markierten Wanderwegen reichen von gemütlich spazieren bis klettern. Olivenöl-Gourmets kommen in Caimari voll auf ihre Kosten. Dieses kleine Dorf hat sich in der Olivenöl Szene einen Namen gemacht.

In der Altstadt von Selva herrscht munteres Treiben. Irgendetwas ist immer los. Kleine Handwerksboutiquen, Märkte und viele kulturelle Veranstaltungen gibt es täglich zu entdecken. Das kulinarische Angebot kann sich „essen“ lassen. Wie an vielen Orten der Welt wird auch hier gern und ausgiebig gefeiert. Was für ein Glück, dass jedes Dorf in der Region Selva einen eigenen Schutzpatron hat. Am besten gleich einige Daten in die Urlaubsplanung mit einbeziehen:

St. Lorenz in Selva am 10. August
St. Ana in Moscari am 26. Juni
St. Tecla in Biniamar 23. September
Mare de Déu d’agost in Caimari 15. August

Erwähnenswert ist noch das Kräuterfest in Selva, Fira de Ses Herbes, am 2. Wochenende im Juni. In Camarata wird am 3. Mai, Tag des Kreuzes (Día de la Cruz), ein Fest mit einem großen Markt und einer Handwerksmesse gefeiert. All diese Anlässe bieten den Reisenden Gelegenheit in die farbenfrohe und lebenslustige mallorquinische Folklore abzutauchen. Es wird gefeiert und gegessen bis zum Aufstehen.

Sencelles

Das Dorf der Dörfer, gelegen im Inselinneren, gehört Sencelles nicht zu den populärsten Zielen für Touristen. Dennoch hat diese ruhige und traditionelle Ortschaft einiges zu bieten. Neben den flachsten Landschaften auf der Insel trumpft Sencelles mit authentisch mediterraner Architektur, archäologischen Schätzen und einer ländlichen Idylle auf, die ihresgleichen sucht. In der Umgebung der Ortschaft sind tolle Ausflugsziele mit uralter Geschichte zu entdecken. Weiterhin ist Sencelles auch ein Dorf, in dem viele Feste stattfinden. In der Vergangenheit sorgte die Landwirtschaft für den bemerkenswerten Wohlstand der Region, die heutzutage langsam zu neuem Glanz erwacht.

Das flachste Gebiet Mallorcas. Eine schöne Lage inmitten der mediterranen Natur bietet die Gemeinde Sencelles mit ihren zahlreichen kleinen Dörfern. Als eine der größten Gemeinden des Pla ist Sencelles auch gleichzeitig eine der flachsten. Die höchste Erhebung in der Gegend beträgt lediglich 160 m. Durch die naturbelassene Landschaft fließen die Bäche Torrent de Solleric und Torrent de Pina. Diese Lage ist für den ehemaligen Wohlstand der Gegend verantwortlich. Die kleinen Ansammlungen von Häusern waren früher wohlhabende Höfe und Weingüter. Obwohl sie winzig und fast unbewohnt sind, zählen Örtchen wie Biniali, Cascanar, Judi, Ruberts, Jornets und Laia zu den Hauptattraktionen von Sencelles dar. Heutzutage präsentieren sie den Besuchern die ländliche und traditionelle Architektur Mallorcas.

Sencelles und seine geschichtsträchtige Kulturerbe. Für Reisende mit Interesse an Archäologie und an der prähistorischen Zeit ist Sencelles ein attraktives Ziel. In der Umgebung der Ortschaft sowie in den benachbarten Dörfern sind zahlreiche Zeugnisse von Besiedlungen aus prähistorischer Zeit zu finden. Zu den berühmtesten gehört der Talaiot Son Fred in der Nähe der kleinen Ortschaft Jornets. Dieser kreisförmige, dickwandige Turm besteht aus mehreren Reihen mit bis zu vier Meter hohen Steinblöcken. Der gut erhaltene Talaiot befindet sich auf der Strecke von Inca nach Sencelles. Neben der Talaiotkultur-Fundstelle Son Fred entdecken Reisende noch die imponierenden Windmühlen Can Picapebre, d’en Ferreró, Can Cinto und Son Pelea. Einen Besuch wert sind auch die Wegkreuze Creu de Sa Cometa, Creu de Can Maví, Creu de s’Era d’en Pelat und Creu des Rafal.

Jeder Besucher von Sencelles wird von der steinernen Figur der Schwester Francinaina Cirer begrüßt. Diese Nonne hat hier im Jahr 1851 ein Kloster gegründet. Die Figur der Schwester Francinaina Cirer prägt heute die humane und religiöse Facette der Ortschaft. Im Volksmund wird die Tochter des Ortes noch di sa Tia Xiroia genannt. Am 1. Oktober 1989 hat sie Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Verehrt wird sie auch außerhalb Sencelles. Interessant für die Besucher von Sencelles und Umgebung sind auch die Kirchen Església de la Mare de Déu del Carme a Ruberts, Església Parroquial de Sant Cristòfol a Biniali und die im Jahr 1705 erbaute Església parroquial de Sant Pere de Sencelles.

Die Landwirtschaft, der Weinanbau und die Viehzucht waren die Haupterwerbszweige in dieser Region. Feigen, Mandeln und Getreide wurden in der Gegend ebenfalls produziert. Heutzutage ist die Feigenproduktion immer noch von größter Bedeutung. Auch das im Jahr 1870 gegründete Weingut Ca’n Ramis bringt heute noch kräftigen roten Landwein hervor.

Sineu

Für erholsame Ferien in authentisch mallorquinischer Umgebung. Schmale Gassen und verwinkelte Treppen, traditionelle Häuser mit mediterranem Charme und eine Hauptplaca, die sich jeden Mittwoch in den besten Markt der ganzen Insel verwandelt – Sineu hat Reisenden eine Menge zu bieten und wird dennoch von einer idyllischen, herrlich ruhigen Atmosphäre geprägt. Diese kleine Ortschaft inmitten Mallorcas überzeugt ihre Besucher durch Authentizität, traditionelle Kultur und einen gemütlich-ländlichen Charakter. Neben dem spektakulären Wochenmarkt bietet Sineu eine wunderschöne Altstadt und viele Kellergaststätten, in denen köstliche regionale Spezialitäten auf der Speisekarte stehen.

Der beste Wochenmarkt Mallorcas. Jeden Mittwoch erwacht die verschlafene Kleinstadt Sineu zum Leben. An diesem Wochentag findet im Zentrum der Ortschaft der imponierende Markt statt. Obwohl tausende von Reisenden dieses einmalige Spektakel besuchen, stellt der Wochenmarkt keine reine Touristenveranstaltung dar. Auch die Bauern aus dem Umland kommen noch hierher, um mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Vieh zu handeln. Dabei kaufen sie auch spezielle Maschinen oder lassen ihre Gerätschaften in den ortsansässigen Werkstätten reparieren. Deshalb gestaltet sich der Wochenmarkt in Sineu als ein richtig traditioneller Bauernmarkt, der in anderen Ortschaften der Insel in dieser Form nicht mehr stattfindet. Jeden Mittwoch erstreckt sich der Markt in der Altstadt von Sineu, rund um die Kirche über die gesamte Innenstadt. Die Verkaufsstände ragen weit bis in die kleinsten Gassen und verwandeln die ganze Ortschaft in ein unvergleichbares Erlebnisparadies.

Auf dem riesigen Markt von Sineu ist nahezu alles Mögliche zu entdecken. Neben dem typischen Lebensmittelmarkt mit Obst, Gemüse, Gewürzen und regionalen Köstlichkeiten finden die Besucher auch Stände mit Kleidung, Souvenirs und traditionell mallorquinischen Erzeugnissen. In den Randzonen des Hauptplatzes finden auch ein Viehmarkt und ein Markt für landwirtschaftliche Geräte statt. Die örtlichen Gegebenheiten tragen zum einzigartigen Charakter des Wochenmarkts bei. Über schmale Gassen und Treppen gelangen hier die Besucher zu den verschiedenen Terrassen. Vom unteren Viehverkauf geht man zum zentralen Platz vor der Kirche, wo der Rest des Marktes aufgebaut ist. Der Weg dorthin ist gesäumt von Ständen mit Kunsthandwerk, Lederwaren, attraktiver Keramik, Stickereien und handgearbeiteten Heimtextilien. Viele Besucher sind unter anderem auch von den günstigen Preisen für Kleidung und Lebensmittel angezogen. Nach dem ereignisreichen Marktbesuch sorgen die Bars in der Umgebung für die langersehnte Erfrischung.

Sehenswertes in Sineu. An den restlichen Wochentagen, wenn in Sineu kein Markt stattfindet, genießen Reisende eine idyllische Atmosphäre im Herzen der Baleareninsel. Dann sorgt ein ausgedehnter Spaziergang durch die Gassen der Ortschaft für interessante Einblicke in die Kultur und Geschichte der Region. Sofort entdecken die Besucher das Denkmal Lleó de Sant Marc auf dem Kirchplatz von Sineu. Der geflügelte Löwe wurde zu Ehren des Stadtpatrons, des Heiligen Markus, errichtet. Im Zentrum der Altstadt ist auch die Pfarrkirche Nuestra Senyora de los Angeles zu sehen, die in ihrem Inneren ein kleines Kirchenmuseum beherbergt. Einen Besuch wert ist das Gemeindehaus Casa Consistorial, das im 18. Jahrhundert im ehemaligen Franziskanerkloster Sant Francesc erbaut wurde. Das Kloster Convento de las Monjas gehört ebenfalls zur architektonischen und kulturellen Erbe von Sineu.

Villafranca de Bonany

Ein verträumtes Dorf im Herzen Mallorcas. Fernab vom Massentourismus bietet Villafranca de Bonany dennoch eine tolle Lage mit guter Anbindung zur Hauptstadt der Insel und zum internationalen Flughafen. Über die Straße Ma-15 Carrer de Manacor erreichen Reisende die kleine Ortschaft in höchstens 30 Minuten, da Villafranca de Bonany rund 40 km von Palma entfernt ist. Die Umgebung des Städtchens ist von flachen Feldern geprägt, die sich hervorragend zum Anbauen von Obst und Gemüse eignen. Die einheimische Bevölkerung lebt vor allem aus der Landwirtschaft. Dementsprechend mannigfaltig ist die Auswahl an frischem Obst und Gemüse am wöchentlichen Markt in Villafranca de Bonany. Die charismatische Ortschaft eignet sich ideal für idyllische Ferien nach mallorquinischer Art.

Entzückende mallorquinische Atmosphäre. Vilafranca de Bonany besitzt nur wenige Sehenswürdigkeiten und ist weit entfernt vom Massentourismus an der Küste der Baleareninsel. Deshalb ist die Ortschaft authentisch und besonders ruhig geblieben. Das kleine Städtchen gilt als Handelsplatz für zahlreiche Gemüse- und Fruchtsorten sowie andere landwirtschaftliche Erträge aus regionaler Herstellung. Besonders berühmt sind die honigsüßen Melonen, die in der Gegend angebaut werden.

Die Besucher der Ortschaft können neben dem Marktplatz auch die aus dem Jahr 1620 stammende Pfarrkirche Santa Barbara besichtigen. Dieser Kuppelbau wurde dem Bischof von Tour gewidmet und trumpft mit einer großen Sankt Martins Figur auf, die im 19. Jahrhundert nach einem Umbau auf die Kuppel gesetzt wurde. In der Kapelle ist als gotisches Altarbild eine Statue der Jungfrau Maria zu sehen. Flankiert wird diese von St. Vincent de Paul und St. Joseph. Zu den sehenswerten Attraktionen gehört auch die Einsiedelei „Ermita de Bonany“ am Hügel des „Puig de Bonany“. Die Ermita ist auf dem 317 m hohen Puig de Bonany zu sehen und trägt noch den Namen „Catedral de las montanas“ (Kathedrale der Berge). Erbaut wurde diese relativ kleine Anlage im Jahr 1603. Reichhaltiger Schmuck ziert das Innere der Kirche und verbindet seit den Renovierungsarbeiten im 19. Jahrhundert Stilrichtungen aus drei Jahrhunderten.

Nach dem Besuch der Gotteshäuser lohnt sich der Ausflug zu den hier ansässigen Obst- und Gemüsegeschäften. Farbenfroh präsentieren die Inhaber ihre Ware. Neben den geflochtenen Zöpfen aus Tomaten und Paprika entdecken Reisende zahlreiche knackfrische Leckereien, die aus den umliegenden Feldern kommen. Auch einige Restaurants und gemütliche Cafés beherbergt Vilafranca de Bonany. Sie bieten noch tolle regionale Spezialitäten. Hier können Besucher die authentische mallorquinische Kultur noch hautnah erleben. Ein tolles Highlight sowie ein attraktives Fotomotiv stellt der schöne Kreisverkehr an der Ma-15 dar. Seit einigen Jahren stehen hier mehrere Eisenskulpturen von fast vier Metern Höhe, die tanzende Menschen darstellen. Dieses Kunstwerk trägt den Namen „Ball de Cultures“ und wurde hier im Jahr 2005 vom Künstler Miquel Ginard aus Arta aufgestellt.

Das Melonenfest ist ein sehenswertes Ereignis. Jedes Jahr im September erwacht Vilafranca de Bonany aus dem Dornröschenschlaf und bietet den Besuchern eine besondere Attraktion – das bunte Melonenfest. Das ganze Städtchen wird dann von der Kult zur Melone geprägt, einige Exemplare erreichen sogar Rekordgewichte von über 20 Kilogramm. Mit köstlichem Geschmack bestechen jedoch auch die kleineren Melonen – herrlich erfrischend am Ende des Sommers!