Lanzarote, die kanarische Insel mit fünf Nebeninseln

Vor der Küste von Lanzarote liegt die achte bewohnte kanarische Insel La Graciosa. Hinzu kommen noch vier unbewohnte kleine Inseln. Diese heißen Alegranza, Montana Clara, Roque del Este und Roque del Oeste.

Lanzarote

Bereits in der Antike waren die Kanaren als die „Glücklichen Inseln“ oder auch als die „Inseln der Seligen“ bekannt. Der damaligen Ansicht nach lägen sie nämlich am Ende der bewohnbaren Welt. Lanzarote ist mit Sicherheit die bizarrste sowie faszinierendste der „glücklichen Inseln“. Wenn Sie erstmalig eine Reise buchen, werden Sie anfangs darüber erstaunt sein, wie abwechslungsreich Lanzarote ist.

Lanzarote, beeindruckende Vulkanlandschaft und grandiose Höhlenformationen

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Zunächst wirkt Lanzarote auf seine Besucher unfassbar karg und wüstenähnlich. Dabei changieren die Farben der Vulkankegel – ungefähr 300 sind über der Insel verteilt – von violett, gelb über ocker und hellbraun. In den Feuerbergen überwiegen hingegen die Farbtöne schwarz, dunkelbraun sowie rot, abends schimmern insbesondere Rottöne. Deswegen hat Lanzarote wie keine andere Insel der Kanaren viel elementare Natur zu bieten. Hier wird Vulkanismus wie nur an wenigen Orten der Welt greifbar. Der Großteil der Insel wurde erst im 18. Jahrhundert von Lavamassen zugeschüttet. Doch noch heute gleicht Lanzarote eine überwältigenden Mondlandschaft, über welche laufend der Nordpassatwind weht. Zahlreiche Vulkanausbrüche haben spektakuläre Naturphänomene hinterlassen. Viele dieser einzigartigen Erscheinungen können besichtigt werden, teils naturbelassen, teils mit viel Geschick als Sehenswürdigkeiten gestaltet, wie die Jameos de Agua. Dieses mehrere Kilometer lange Tunnelsystem, ist darum vor 3.000 – 5.000 Jahren beim Ausbruch des Vulkans La Corona entstanden.

Lnzarote mit faszinierenden Sehenswürdigkeiten und türkisblaue Buchten

Die zum Meer hinabfließende Lava hat während des Vulkanausbruchs hohle Röhren gebildet, deren Decke nach dem Erstarren der Lavamassen zum Teil eingebrochen ist. Mit künstlichen Mitteln hat Künstler und Architekt Cesar Manrique hier quasi einen Erlebnisraum geschaffen. Im Innern der Höhle hat sich ein kleiner See gebildet, in dem zahlreiche blinde Albino-Krebse leben, die für gewöhnlich nur in Meerestiefen von rund 3.000 Metern anzutreffen sind. Unweit dieser Sehenswürdigkeiten können Sie preiswert Ferienimmobilien mieten oder Immobilien kaufen. Zu demselben Lavastromsystem wie die Jameos de Agua gehören die rund 2 Kilometer westlich liegenden Cuevas de los Verdes. Der Lavatunnel erstreckt sich vom Fuß des Monte Corona bis zur Küste und ragt anschließend noch gut 1,5 Kilometer ins Wasser hinein. Früher wurde das Tunnelsystem wegen der guten Tarnung von armen Bevölkerungsschichten als Versteck bei Piratenangriffen genutzt. Die Cuevas de los Verdes bestechen durch die nach oben hin offenen Höhlen sowie teilweise zweistöckigen Röhrensystemen.

Lanzarote und die Feuerberge von Montana del Fuego

Eine weitere Hinterlassenschaft vergangener Vulkanaktivitäten ist im Westen von Lanzarote der Krater von El Golfo, in dessen Innerem sich deswegen ein recht tiefer See der Charco de los Clicos gebildet hat. Einen Mietwagen mieten lohnt garantiert auch darum um für eine Fahrt zum Timanfaya Nationalpark im Südwesten unabhängig zu sein. Er allein nimmt ungefähr ein Sechstel von Lanzarote ein. Das Zentrum des Parks bilden die Feuerberge Montanas del Fuego. Der Timanfaya selbst ist mit seinen 510 Metern der höchste Vulkan von Lanzarote. Teilweise herrschen lediglich 10 cm unter der Erdoberfläche Temperaturen von etwa 140 Grad. Spannende Experimente führt ein Angestellter in einer Erdkuhle aus. Sehenswert ist ferner der Kakteengarten Jardin de Cactus, welcher nach den Plänen von Cesar Manrique angelegt wurde. 1.420 Kakteen gibt es hier zu sehen. Wer an der Sonne entspannen möchte, kommt am schönen Sandstrand Playa Blanca auf seine Kosten.

Ein Urlaub auf Lanzarote lohnt allemal, denn keine Insel der Kanaren weiß einen Badeurlaub mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf einer vergleichsweise kleine Fläche zu bieten. Eine imponierende Vulkanlandschaft trifft hier auf die herausragenden architektonischen Bauten von Künstler Cesar Manrique. Neben aller Ländlichkeit besticht Lanzarote auch mit einem urbanen Leben und kulturellen Galerien und Museen. Abgelegene Fischerdörfer, idyllische Strandbuchten und schöne Weinbaugebiete runden das Bild ab.

La Graciosa

Insel La Graciosa

Sie ist die größte und einzige bewohnte Insel des Archipelago Chinijo. Sie ist durch den nur 1 km breiten, jedoch recht tiefen Meeresarm El Rio von Lanzarote getrennt ist. 1986 wurde sie zum Naturpark erklärt. Sie nimmt insgesamt eine Fläche von 28 Quadratkilometern ein, das heißt sie ist ungefähr 9 km lang und an ihrer breitesten Stelle fast 5 km. Vom Mirador del Rio auf Lanzarote aus lässt sich ein ausgezeichneter Blick über die Insel genießen, bei guter Sicht sogar über den gesamten Archipel. Von Lanzarote aus kann problemlos ein Tagesausflug zum Baden unternommen werden. Eine etwa 30 minütige Fährverbindung ist zwischen Caleta del Sebo und Orzola vorgesehen. Die Insel wird von mehreren Vulkankratern und fünf Bergen bedeckt. Sie verfügt ferner über schöne Sandstrände, allen voran die Bahia del Salado.

Alegranza

unbewohnte Insel Alegranza

Die kleine unbewohnte Insel steht ebenfalls unter Naturschutz und ist lediglich gut 10 Quadratkilometer groß. Den höchsten Punkt markiert der gleichnamige Vulkan mit seinen 289 Metern und einem 240 Meter tiefen Kraterkessel. Daneben besitzt die Insel zwei weitere Vulkane. Im äußersten Osten steht ein Leuchtturm, der bis heute noch in Betrieb ist. Viele Zugflügel suchen zudem hier Zuflucht.

Montaña Clara

Montana Clara

Sie liegt lediglich zwei Kilometer von der einzigen bewohnten Insel des Archipels entfernt und besitzt eine Gesamtfläche von 1,48 Quadratkilometer. Sie besteht aus einem Schichtvulkan, dessen Krater über 250 Meter aus dem Meer ragt. Deren Namen verdankt das Eiland gerade der hellen Farbe des Vulkans. Zu den einzigen dauerhaften Bewohnern zählt die kanarische Spitzmaus. Ferner sind hier auch Eleonorenfalken, Fischadler sowie Gelbschnabel-Sturmtaucher anzutreffen.

Roque del Este

Insel Roque del Este

Das Eiland ist sehr schmal und steil, 570 Meter lang und 84 Meter hoch. Im Nordosten befindet sich die interessante Felsformation El Campanario in Form eines Glockenturms. Unweit hiervon befindet sich der Eingang zur einer 100 Meter langen Unterwasserhöhle. Hier gibt es zahlreiche Meeresbewohner, welche zum Teil endemisch sind.

Roque del Oeste

Diese Insel befindet sich direkt neben Montana Clara. Bekannt ist das Eiland auch unter dem Namen Roque del Inferno, was übersetzt soviel wie Höllenfelsen bedeutet. Dies verdankt die Insel dem Umstand, dass sie für die Schifffahrt seit jeher eine Gefahr darstellt. Das Eiland ist lediglich 0,015 Quadratmeter groß und 41 Meter hoch.

Fazit

Das Naturschutzgebiet Parque Natural del Archipielago mit seinen Inseln liegt lediglich wenige Kilometer von Lanzarote entfernt und besticht mit einer wunderschönen Wasserlandschaft sowie imposanten Vulkanen. Mit einer Sondergenehmigung lassen sich die Inseln im Rahmen einer Bootstour hervorragend erkunden. Oder Sie erkunden die anderen Kanareninseln Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, La Palma, Hierro …